Diorama im Museum des Großen Vaterländischen Krieges

Foto: http://zn.by/diorama-s%C2%A0datchikami-dvizheniya-otkrylas-v%C2%A0minske.html

Eigentlich erstaunlich, dass es das überhaupt gibt: Ein sowjetisches Kriegsmuseum ohne Diorama. In der Regel findet sich noch im weit entfernt gelegenen Heimatmuseum ein solches Rundbild, meist aus dem für seine Schlachtenmalerei berühmten Moskauer Grekov-Studio. Nur in Minsk gab es bisher keines, man staunt.

Das wird natürlich im neuen Museum anders sein. Dann werden gleich zwei Dioramen aus dem Grekov-Studion gezeigt werden. Beide sind sogar schon fertig, eines schon zu sehen im Museum.

Das Thema des etwas kleineren Dioramas ist die Verteidigung von Minsk Ende Juni 1941. Bei Annäherung des Besuchers wird das Kunstwerk ins Licht getaucht und Kampfgeräusche ertönen, um die Illusion perfekt zu machen. Man kann davon halten, was man will, aber ich bin immer wieder beeindruckt von dieser Kunstform. Das größere widmet sich der Operation Bagration, es ist 23m lang und hat ganze 1 Mio $ gekostet, wie man so hört.

Bayern und Belarus

Allzuviele Gemeinsamkeiten und Berührungspunkte gibt es hier wohl nicht. Immerhin gibt es seit Febraur 2012 in Generalkonsulat in München. Bemerkenswert ist aber etwas anderes: Ein bayerisches Tourimusportal nutzt die Top-Level-Domain .by: www.bayern.by

Mir ist das überhaupt nur aufgefallen, weil sich mir .by (in Belarus mit Genuss gesprochen: „totschka bi uai“) als Domai eben für Belarus bzw. Weißrussland eingeprägt hat. Ob die bayerischen Tourismusexperten das wissen??

Kulturstatistik

Statistik: MINSK WHERE 8/2012, S. 22.

Laut einer Übersicht des Stadtmagazins WHERE MINSK (9/2012) gehen die Minsker am liebsten ins Kino. Direkt danach folgt schon das Museum, das Theater steht an dritter, Konzerte an vierter Stelle. Mit ihrer Vorliebe für die Lichtspiele überbieten die Belarussen demnach die Russen um das dreifache, die Ukrainer um das vierfache.

127 Vorführungen bieten die 15 Minsker Kinos durchschnittlich am Tag, jeder 12. sah darin den Film „Fluch der Karibik – Auf zu neuen Ufern“ und das, obwohl sich die Zahl der Sitzplätze seit 2005 (18.000) bis 2011 halbiert hat (9.000). Die Zahl der Besucher ist aber im selben Zeitraum von 3.200.000 auf 5.000.000 gestiegen.

Zu den Museen: 1.200.000 Menschen haben 2011 die Minsker Museen besucht (insgesamt 17, davon drei historische, vier kunsthistorische sowie „andere“). Das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges hatte 700 Besucher pro Tag zu verzeichnen, das Nationale Kunstmuseum 584 und das Nationale Historische Museum 555 pro Tag. Wenig Besucher hatten (erstaunlicherweise!) das Azgur-Museum mit 10.300 Besuchern im Jahr, das Medizinhistorische Museum mit 4.500 und das Sportmuseum mit 6.200 Besuchern im Jahr. Die reichste Sammlung hat das Nationale Historische Museum (284.300 Objekte), die kleinste das Museum für zeitgenössische Kunst (2.709 Objekte).

Unter den Theatern ist das Opern- und Balletttheater das weitaus beliebteste (238.000 Besucher 2011), gefolgt vom Musiktheater (198.000) und dem Gorkij-Theater (105.000). Jede siebte Vorstellung ist eine Premiere, insgesamt wurden 2011 940 Aufführungen gezeigt, 139 von ihnen waren neu.

Der heimliche Favorit ist schließlich der Zirkus: Hier wurden 2011 386.000 Eintrittskarten verkauft, oft lange im voraus.

Illustrierte Geschichte von Belarus

Ein neuer Bildband soll helfen, die belarussische Kultur und Geschichte auch im Westen bekannter zu machen. Dazu ist vor Kurzem die englische Übersetzung des bisher nur auf russisch (!) vorliegenden Bild- und Textbandes zur belarussischen Geschichte von Vladimir Orlow und Dmitrij Gerasimovich erschienen. “By this book we also wanted to show that the Belarusians belong to European culture not only geographically but also historically, culturally and mentally, and that our ancestors were an integral part of the European civilization,” sagte Orlov bei der Buchpräsentation (BelaPan, 23.5.2013).

Die Idee ist grundsätzlich zu begrüßen, nur ist nicht nachvollziehbar, waum dazu eine 10 Jahre alte Publikation ausgewählt wird. Da hätte es doch auch neuere Werke gegeben, zumal es sehr gute, neuere mehrsprachige Bildbände von Minsk und Belarus gibt. Auch haben sich die touristischen Publikationen in den letzten Jahren deutlich verbessert. Hier tun gute (!) Übersetzungen Not sowie eine verbesserte Präsentation im Internet. Beides scheint mir deutlich besser geeignet, Belarus jenseits seiner Grenzen zu promoten.

Das sowjetische Minsk

Foto: http://www.spiegel.de/fotostrecke/widerstand-in-weissrussland-schule-im-untergrund-fotostrecke-92495.html

Im November 2012 veröffentlichte das Stadtmagazin WHERE MINSK eine Übersicht über die noch heute nach kommunistischen Führern oder entsprechenden historischen Ereignissen benannten Orte in Minsk. Demnach gibt es noch ganze 16 Lenindenkmale in Minsk, 40 Straßen sind nach Lenin, Marx, der Pariser Kommune und anderen kommunistischen Helden(-taten) benannt, 3 Firmen bzw. Geschäfte führen die Namen „Kommintern“, „Kommunarka“ und „Roter Lebensmittelverkäufer“ [sic!], 4 Durchhalteparolen an der Metro Oktrjabrskaja sind noch immer in Stein gemeißelt zu bewundern und 4 Zeitungen heißen „Roter Oktober“, „Oktoberweg“, „Licht des Oktober“ und „Flagge des Oktober“. Straßen mit religiösen Namen und Bezeichnungen gibt es dagegen keine einzige, nachdem die „Lutherstraße“ 1966 umbenannt wurde.

Auch wenn viele Betrachter von außen diese Seite der Vergangenheit deutlich in Politik und Gesellschaft auszumachen meinen, so spielt sie für die belarussischen Marketing- und Tourismusexperten keine Rolle. Für die Marke Minsk, über die sich derzeit alle hier den Kopf zerbrechen, gelten andere Bezugspunkte. Beauftragt mit der Markenbildung wurde ausgerechnet eine britische Firma, die bereits Ergebnisse vorgelegt hat. Folgt man dem Reiseführer Lonely Planet, so hätte man durchaus auch den Kommunismus zur Markenbildung heranziehen können: Seine Autoren bezeichnen die Stadt als „Kommunismus mit Cappuchinogeschmack“, wie MINSK WHERE treffend zitiert.

Zeitschrift ARCHE wieder zugelassen

Laut einer Meldung von BelaPan (24. Mai) wurde die Neuregistrierung der einzigen unabhänigen, auf belarussisch erscheinenden historischen Zeitschrift durch das Kulturministerium akzeptiert. Die Zeitschrift war im letzten Jahr verboten. Damit gab das Ministerium dem vierten Antrag der Herausgeber seit November 2012 auf Genehmigung statt.

Im September 2012 wurde der Herausgeber Bulgakov in Grodno bei einer Buchpräsentation verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, das Buch „Die Sowjetifizierung von Westbelarus“ illegal verkauft zu haben. Anschließend wurde das Bankkonto von ARCHE eingefroren. Der Fernsehsender Belarus 1 beschuldigte die Herausgeber des Extremismus und der Nazi-Propaganda. Daraufhin floh Bulgakov ins Ausland. Nun ist er seit einiger Zeit wieder in Minsk. Die Anklage gegen ihn wurde fallen gelassen, das Bankkonto wieder freigegeben.

Lange Nacht der Museen in Minsk

Ausstellungssaal im Savickij-Museum

Auch dieses Mal war ich wieder fasziniert, obwohl ich es ja schon einige Male erlebt habe. Die endlosen Schlangen und Menschenmengen vor den Museen (in diesem Fall dem Kunstmuseum und dem Janka-Kupala-Museum) lassen das Herz eines jeden Museumsprofis höher schlagen. Die Lange Nacht fiel zusammen mit dem Internationalen Museumstag, so dass einige Museen schon am Tage ein Programm angeboten haben. Ich habe die Gelegenheit genutzt, und mir das Jakub-Kolas-Museum angesehen. Die Ausstellung des Gedenkmuseums für den Schriftsteller war leider und aus unverständlichen Gründen teilweise geschlossen, dafür gab es in dem wunderschönen Garten der Villa, in der Kolas gelebt und gearbeitet hat, ein bunts Programm aus Folklore und Brauchtumsvorführungen. Thema waren alle Rituale und Zereminien rund um die Hochzeit, da auch Kolas im Mai geheiratet hatte.

Anschließend war ich im Kunstmuseum, da kommt man einfach in dieser Nacht nicht drumrum. Hier gab es wieder ein sehr vielfältiges Angebot, aus dem die Schauspieler herausragten, die den derzeit in einer Sonderausstellung gezeigten Gemälden aus der Zeit des Großfürstentums aus Lemberg und Luck entsprungen waren.

Weiter ging es zum Janka-Kupala-Museum, wo es eine Modenschau auf der Treppe vor dem Museum zu bestaunen gab, die Modelle waren samt und sonders Angestellte des Hauses. Eine schöne Ergänzung des Museumsprogramms war der Markt mit Kunsthandwerk im Park vor dem Museum mit einem Angebot, das es auf den üblichen Märkten und Festen Minsk selten zu sehen und zu kaufen gibt. Besonders gefallen haben mir die weiß-rot-weißen Kettenanhänger mit allen Spielarten belarussischer Nationalsymbole vk.com/belstyle.

Zum Abschluss habe ich mir das relativ neueSavickij-Museum angesehen, das zum Stadtmuseum Minsk gehört. In einem renovierten Palais sind die Arbeiten von Savisckij  in großen und hellen Räumen zu sehen, die vorher ziemlich zusammengepfercht im zentralen Gebäude des Stadtmuseums präsentiert worden waren. Überhaupt beindruckt das Gebäude durch ein klares Leitsystem und eine durchgängig russisch-belarussisch-englische Beschriftung einschließlich erklärender Texte für den Einzelbesucher.

Hervorzuheben ist schließlich unbedingt, dass im Unterschied zum letzten Jahr (fast) alle Museen ein kulinarisches Angebot hatten. Im Jakub-Kolas-Museum gab es wunderbares selbstgemachtes Gebäck und Fruchtsaft, im Kunstmuseum gibt es ja seit der Ausstellung zur Pariser Schule im letzten Jahr ein dauerhaftes Museumscafé (bisher das einzige in Minsk und Belarus (?)), das auch an diesem Abend gut besucht war.

Kulturelles Erbe in Belarus

Um 104 Ergänzungen wird die Liste des “historischen und kulturellen Erbes” in diesem Jahr erweitert (BelaPan 16.4.2013), so das Kulturministerium vor Kurzem. Aufgenommen werden 89 materielle und 15 immaterielle Kulturgüter, datunter eine Unierten-Kirche in Velikaja Svarotova bei Baranavich, ein Gedenkkreuz und eine Kapelle am Ort der Kämpfe mit den Russen 1863 im Ivacevich Gebiet, das Haus des Dichters Maksim Tank in der Minsker Region u.v.m.

Die gesamte Liste umfasst derzeit 5.532 Einträge, die in diesem Jahr mit 103,3 Billionen Rubeln ( das entspricht etwa 11,9 Millionen Dollar) unterstützt werden.

Kurapaty

Im Sonnenlicht des Frühlings wirkt der Ort fast friedlich, wären nicht die vielen Kreuze, die den Weg säumen und überall im Wald daran erinnern, was hier geschehen ist. Und die vier Speznac-Leute, die an beiden Zugängen zum Gelände demonstrativ beobachten, wer sich für diesen Teil der belarussischen Geschichte interessiert. Zwischen 1937 und 1941 haben hier nördlich von Minsk Massenerschießungen im Rahmen der „Großen Säuberung“ durch den sowjetischen Geheimdienst stattgefunden. Erste Funde von Leichenteilen wurden in Kurapaty bereits in den 60er Jahren gefunden, die Opfer wurden den nationalsozialistischen Besatzern zugeschrieben. Eine Diskussion kam erst auf, als Archäologen der Akademie der Wissenschaften 1998 erneut bei Ausgrabungen menschliche Überreste fanden und ihre Erkenntnisse erstmals publizierten.

Auf dem ca. 30 ha großen Gelände, das heute durch die Autobahn zertrennt wird, wurden 510 Massengräber entdeckt, in denen menschliche Überreste von Belarussen, Polen, Litauern sowie Juden liegen. Die Angaben zu den Opfern bewegen sich zwischen 30.000 und 250.000. Solange die Dokumente nicht freigegeben werden, besteht keine Möglichkeit, die Toten zu identifizieren. Namen sind nicht bekannt. Neben den Knochenfunden sind auch Patronen, Patronenhülsen, und diverse persönliche Gegenstände (Brillengestelle, Zahnbürsten, Hüllen, Brieftaschen, Geschirr, Schuhe und Handschuhe) ausgegraben worden. Sie befinden sich heute größtenteils in der Akademie der Wissenschaften, einige Funde werden auch im Nationalen Historischen Museum aufgewahrt, wohin sie zu einer Expertise gebracht worden waren.

Die Erinnerung an die Repressionen, Massenverhaftungen, Erschießungen und Deportationen in den 30er Jahren sind noch immer kein offizieller Gegenstand der historischen Forschung. Nur wenige Historiker bleiben hartnäckig an dem Thema dran, wie z.B. Igor Kuznecov. Bis 1938 wurden etwa drei Millionen Menschen verhaftet, davon sind ca. eine Millionen durch Erschießungen ums Leben gekommen, teils in sog. „Exekutionslagern“. Eines davon war Kurapaty. Kurapaty ist nicht die einzige solcher Erschießungsstätten, heute weiß man von fünf bis 10 in Minsk und weiteren mindestens 40 Orten in Belarus.

Nach den Funden 1988 wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das erste, das der Staat gegen seine Sicherheitsorgane jemals geführt hat. Es stellte sich heraus, dass die Opfer von sowjetischen Sicherheitsorganen ermordet worden waren. Beweise dafür sind die gefundenen Patronenhülsen, die von Revolvern des Typ „Nahan“ und „TT“ stammen, der Standardausrüstung des NKWD. Außerdem wurden Gefängnisquittungen gefunden und Dokumente mit Daten, aus denen geschlossen werden kann, dass die Erschießungen vor dem Krieg stattgefunden haben müssen.

Seit dieser ersten Untersuchung hat es vier weitere Grabungen und Untersuchungen gegeben durch die „Gesellschaftliche Kommission zur Untersuchung der Verbrechen in Kurapaty“ gegeben, 1991, 1992, 1993 und zuletzt 1998. Immer wieder wurde versucht, die Verbrechen den deutschen Besatzern anzuhängen. Auch die „polnische Spur“ verfolgt, also untersucht, ob sich unter den Opfern auch 3.000 polnische Offiziere befanden, die hier in Belarus erschossen worden sein sollen. Dies ist bis heute nicht aufgeklärt, ihre Spur verliert sich hier in Belarus. Mehr noch als die Behauptung, die Verbrechen seien von den Deutschen begangen worden, spaltet die Frage nach den polnischen Opfern des NKWD die Nation. Offiziell heißt es, wie auch immer wieder vom Präsidenten öffentlich bestätigt, dass keine polnischen Offiziere in Belarus erschossen worden seien. So äußerte sich Lukaschenko zuletzt auf der Jahrespressekonferenz am 15. Januar auf die Frage eines polnischen Journalisten. Demgegenüber behaupten Polen und einige Historiker in Belarus, dass im KGB-Archiv eine Liste existiere. Das Thema ist eines von vielen belarussisch-polnischen Streitpunkten. Gedenktafeln und Grabschmuck in Kurapaty, die sich auf polnische Opfer beziehen, werden regelmäßig entfernt oder verwüstet. Als ich in den Maifeiertagen dort war, lagen Blumen und Fahnen an einigen Kreuzen. Das wird wohl nicht lange so bleiben.

Rechtzeitig vor den Feiertagen hat das Kulturministerium ein Verbot für die Neuerrichtung jeglicher Erinnerungszeichen in Kurapaty (BelaPan 25.4.2013) erlassen. Damit soll insbesondere die Erinnerung an die polnischen Offiziere verhindert werden, so Kuznecov zu dem Verbot. Das ist ein Rückschritt hinter die bereits von gesellschaftlichen Gruppen erkämpfte Freiheit, Gedenksteine und Kreuze aufzustellen.

Platz der Staatsflagge und neuer Palast der Unabhängigkeit in Minsk

Foto: http://realt.onliner.by/2013/04/22/flag

Minsk bekommt einen neuen “Platz der Staatsflagge” sowie ein „Zentrum der Unabhängigkeit“ (BelaPan 7.5.2013). Gerüchte gab es schon lange, aber keiner wusste wirklich, was für ein riesiges Gebäude am Prospekt des Sieges in unmittelbarer Nähe zur Halle der BelExpo entsteht. Nun wissen wir es endlich.

Der Präsident ließ es sich dann auch nicht nehmen, nochmal darauf hinzuweisen, dass die aktuelle Staatsflagge durch ein Referendum 1995 vom Volk bestätigt worden sei. Auch er habe zunächst in seiner ersten Amtszeit die weiß-rot-weiße Flagge am Auto getragen. Nun komme die aktuelle Flagge noch stärker zur Geltung, im Rahmen eines neuen Unabhängigkeitszentrums für staatliche Veranstaltungen, Empfänge und Regierungsgespräche. Alle sollen sehen, so Lukaschenko, dass Belarus ein souveräner Staat und von außen nicht zu beeinflussen sei – die übliche Rhetorik.

1995 wurde tatsächlich die nach dem Ende der UdSSR vorübergehend gültige weiß-rot-weiße Flagge mit dem „Pahonja“-Emblem, die auf die historischen Bezüge des Großfürstentums Litauen, aber auch die Belarussische Volksrepublik von 1918 zurückgreift, durch die aktuelle rot-grüne Flagge mit nationalem Muster ersetzt. Sie unterscheidet sich von der früheren sowjetischen Fahne (der Jahre 1956 bis 1991) nur durch das Fehlen von Hammer und Sichel. Das Wappen (auf der weiß-rot-weißen Flagge das Pahonja-Emblem, ein schwertschwingender Reiter auf einem Pferd) ist heute ein Ährenkranz mit den Umrissen der Republik Belarus in der Mitte und einem roten Stern am oberen Rand. 75% sprachen sich für die neuen Symbole aus, allerdings hatten nur 65 % der Bevölkerung an der Abstimmung teilgenommen. Ende der 90er Jahre legte Lukschenko fest, dass der „Tag der Staatsembleme und der Flagge“ am zweiten Maisonntag begangen werden soll.

Vgl. dazu das Handbuch der Geschichte Weißrusslands, 2002.

Abbildungen finden sich hier.