History Service

ИСТОРИЯ

tradicia-geschichte-2«Общие воспоминания являются порой лучшими миротворцами»

Я полностью согласна с этим высказыванием Марселя Пруста. В сферу моих интересов как историка входят история культуры и ментальностей и события, происходившие в Германии, России и Европе в XIX и XX веках. Меня всегда волновал вопрос о том, насколько интерпретация истории определяет современность и как это влияет на межкультурный диалог и межнациональное взаимопонимание. Поэтому для меня являются центральными вопросы исторической политики и культуры памяти, а также память об обеих мировых войнах в Германии, России и на всём постсоветском пространстве. Музеи, со своей стороны, играют выдающуюся роль в анализе данных аспектов.

МУЗЕЙ

alt text test«Дайте мне музей, и я изменю общество»

Всем сердцем разделяю восхищение и доверие к этому уникальному учреждению, выраженное в цитате австралийского социолога Тони Беннетта. Потому что только в музее можно найти сочетание оригинальных исторических свидетельств, культурной традиции и чувственного очарования. Музей не просто соединяет эпохи, страны и культуры – он объединяет людей разных профессий от реставраторов до педагогов, от техников до кураторов, от дизайнеров до хранителей. Для меня музей является уникальным местом межкультурной коммуникации, обучения и креативности, каждый раз конституирующим себя заново.

РОССИЯ

Russland-Tradicia«Русская действительность есть возвышенный, всеобщий, упорядоченный хаос».

В этом наблюдении Ф.М. Достоевского заключены вся противоречивость и неизменная притягательность, исходящие от России. За много лет Россия и русскоговорящий мир стали для меня местом, где я приобрела много личного и профессионального опыта и завязала многочисленные знакомства. Язык, наука и культура стали моими средствами для исследования и изучения данного региона. Со временем я стала лучше понимать это культурное пространство и людей, живущих здесь, но несмотря на это они не перестают удивлять меня. И я рассматриваю это не иначе как призыв к дальнейшему изучению.

Foto: Wikipedia

Auf Lenins Spuren

vom 14.06.2017 14:48:50

Als ich kürzlich aus Anlass einer Konferenz in St. Petersburg war, habe ich die Stadt mit neuen Augen gesehen und mir überall wogende Menschenmassen mit roten Fahnen vorgestellt. Wo haben sie demonstriert? Was erinnert heute in der Stadt an die Revolution von 1917?

Eingestimmt war ich schon durch meinen Wohnort am Suvorovski-Prospekt im alten Teil der Stadt und einen Besuch bei Freunden ebenfalls im Geiste viel früherer Ereignisse – auf der Dekabristenstraße und einem Viertel, in dem man sich nicht wundern würde, wenn Raskolnikov um die nächste Ecke käme. Dann habe ich mich aber aufgemacht zu meinem Lieblingsmuseum, dem Museum für Politische Geschichte. Dort habe ich mir zum wiederholten Male die neue Dauerausstellung zur Revolution angesehen, die sowieso schon sehr gut ist. Noch besser wird sie aber dadurch, dass sie die historischen Räumlichkeiten der Kschesinskaja-Villa mit einbezieht, in denen Lenin persönlich und die Parteispitze der Bolschewiki gewirkt haben, einschließlich des berühmten Balkons, von dem Lenin nach seiner Rückkehr aus der Schweiz zu eben jener revolutionär gestimmten Menge meiner Vorstellung gesprochen hat.

Von da ging es weiter zur „Aurora“, die seit dem letzten Sommer frisch renoviert wieder als Museum zugänglich ist. Da mein Rundgang (zufällig) mit dem Tag des Sieges zusammenfiel, war der Eintritt frei, freilich nur für Russen. Erkannt hat sie mich sogleich an meinem freundlichen „Guten Tag“, wobei ich nicht sicher bin, ob es am Akzent lag oder schlicht an der Tatsache, dass ich gegrüßt habe. Jedenfalls hat sie meinen Gruß nicht erwidert, sondern nur grimmig gefragt, wo ich herkomme. Danach war die Überraschung noch größer, denn sie hat sich wohl gefragt, wie man es wagt, am 9. Mai aus Berlin nach Russland zu reisen. (In der Tat habe ich die Stimmung in der Stadt den ganzen Tag als angespannt empfunden, aber das ist eine andere Geschichte.)  Jedenfalls hat sie mir nur mürrisch einen Zettel hingehalten, der allerdings in Times New Roman 9 Pkt und zudem auf russisch, von dem sie ja annahm, dass ich das sowieso nicht beherrsche, wenig aussagekräftig war. Die Spannung war zu spüren, also habe ich ihr meinen ICOM-Ausweis vorgelegt, da immerhin dessen Logo auf besagtem Zettel deutlich unter Rubrik „kostenlos“ zu erkennen war. Ob sie erleichtert war, dieser unangenehmen Begegnung ein Ende bereiten zu können oder doch eher verärgert, dass sie mich nun doch kostenlos reinlassen musste, vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls waren wir beide froh, dass sich unsere Wege trennen konnten. Umso mehr habe ich den Rundgang auf diesem historischen Ort genossen, einschließlich einem Haufen meist angetrunkener Väter mit samt Söhnen nach der Parade und einem immerhin modernen und abwechslungsreichen Museum unter Deck. Ob sie nun den berühmten Schuss am 25. Oktober 1917 abgegeben hat oder doch nicht, wird wohl ungeklärt bleiben, der Mythos jedenfalls lebt.

Solchermaßen eingestimmt, bin ich zum Finnischen Bahnhof gelaufen, wo rein gar nichts an Lenins Ankunft erinnert, sieht man von dem Denkmal auf dem Vorplatz ab. Ob die große Uhr in der Wartehalle zu sowjetischen Zeiten auf der Stunde von Lenins Ankunft aus dem Exil stand, habe ich leider damals versäumt zu überprüfen. Jetzt jedenfalls tickt sie richtig und außer mir hat wohl niemand an Iljitsch gedacht.

Doch damit nicht genug, nächste Station war das Taurische Palais. In einem schönen Park gelegen ist es als Regierungsgebäude nicht zugänglich. Dasselbe gilt auch für das Smolny-Instiut, aber der Geist war eindeutig zu spüren. Hier waren sie wieder, die wogenden Massen mit den roten und phantasievollen Fahnen des Sommers 1917 und der revolutionären Monate bis zum Frühjahr 1918. Wie oft wohl haben sie genau diesen Weg zwischen dem Sitz der Duma, der Provisorischen Regierung, des Petrograder Sowjets und der Konstituierenden Versammlung zum späterem Sitz des Sowjets und des Rats der Volkskommissare voller Hoffnung und Bangen für ihre Proteste, Kundgebungen und Demonstrationen gewählt?

Ich konnte jedenfalls beschwingt wieder an die Arbeit zur Vorbereitung der zweiten großen Revolutionsausstellung in Berlin zurückkehren. In Zürich ist die Ausstellung ja schon seit Februar zu sehen, in Berlin ist es im Oktober soweit. Ein Schelm, wer in den Daten einen historischen Bezug erkennt.

Услуги по следующим темам: история, Россия, музеи

Добро пожаловать на личную веб-страницу Кристины Янеке и агентства Tradicia History Service.

Через нее я хотела бы привлечь внимание к своим проектам, предложениям и услугам. Специфика моей работы отражает характерное для меня сочетание исторической и музейной деятельности, Германии, России и Беларуси. Мои публикации, выставки и семинары объединяют различные дисциплины, методы работы, языки и культуры. Коммуникация и контакты – вот ключевые слова для меня лично и для того, что я Вам предлагаю. Сфера моей деятельности находится на границе музея и науки, России и Германии, культуры и менеджмента. Я живу и работаю «между разными мирами».

Я охотно проконсультирую Вас.