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Lenin in Berlin

vom 24.07.2017 14:30:43

Genau wie vor 100 Jahren machte sich Vladimir Lenin kürzlich auf den Weg aus Zürich, um die Revolution voranzubringen. Im April 1917 reiste er über Berlin weiter nach Petrograd, wie St. Petersburg seit Ausbruch des Ersten Weltkrieges hieß. Zum 100. Jahrestag der Revolution endete seine Reise in Berlin im Deutschen Historischen Museum. Von dort war er auch nach Zürich aufgebrochen, um dort in der Ausstellung „1917. Revolution. Russland und die Schweiz“ gezeigt zu werden. Nun kehrte er zurück und steht – weithin sichtbar – im Foyer des Pei-Baus, um schon jetzt für die kommende Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ zu werben. Anschließend wird er wieder seinen Platz im Eingangsbereich des Zeughauses einnehmen.

Die Rede ist übrigens von der 3,23 m hohen Lenin-Skulptur des sowjetischen Künstlers Matwej G. Maniser (1891-1966) aus dem Jahre 1924. Und ganz unabhängig von der historischen Person hat diese Skulptur schon allein eine unglaublich interessante Geschichte. Diese ist jetzt im Foyer und ab dem 18. Oktober in unserer Ausstellung im Pei-Bau nachzulesen.

Foto: https://auctionata.com/de/schaetzen-verkaufen/gemaelde

Das Aus für Auctionata

vom 08.05.2017 05:05:37

Das Online-Auktionshaus hat Insolvenz angemeldet und wird schließen. Für mich endet damit ein, wenn auch kurzer, aber lehrreicher Ausflug in den Kunsthandel. Seit über einem Jahr war ich als Expertin für den Fachbereich Sozialistischer Realismus bei Auctionata unter Vertrag.


Ausstellung des Staatlichen Russischen Literaturmuseums im Russischen Haus

vom 30.04.2017 05:02:47

In der Zeit vom 23. März bis 2. Mai ist im Russischen Haus in der Friedrichstraße eine (ins Deutsche übersetze) Wanderausstellung und des Literaturmuseums aus Moskau zu sehen, mit dem wir auch für die Revolutionsausstellung im DHM zusammenarbeiten. Gegenstand sind 12 Schriftsteller und ihre Reaktionen auf die revolutionären Ereignisse des Jahres 1917.

Zwölf mehrteilige Ständer sowie Reproduktionen von Kunstwerken und Designentwürfen vermitteln ein vielfältiges und aufschlussreiches Bild von der Kulturszene dieser Jahre. Die Gestaltung der Ausstellung macht das Lesen leicht und präsentiert die Biographien, Zitate, Dokumente, Fotos und Abbildungen von Kunstwerken abwechslungsreich und doch unaufdringlich.

Der Einführungstext berichtet über die Einstellungen der Schriftsteller, eine Kontextualisierung der historischen Ereignisse fehlt jedoch leider. Dennoch lohnt sich der Besuch, sie gib einen Einblick in die wirklich einmalige Sammlung des Moskauer Museums, die so viel mehr zu bieten hat, als nur Bücher! Schade, dass wir nicht mehr davon in unserer Ausstellung werden zeigen können.

Foto: IBB Minsk

Unsere Maly Trostenec-Ausstellung nun auch in Minsk

vom 10.04.2017 04:54:19

Anlässlich des 25. Jahrestages zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen wurde in Minsk nun auch unsere Trostenec-Ausstellung eröffnet. Ihre erste Station ist das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges, wo sie an prominenter Stelle noch bis zum 16. April zu sehen ist. Anschließend soll sie nach Grodno und Mogiljow wandern.

Das Programm zur Eröffnung umfasste einen Besuch am historischen Ort, wo unsere Delegation mit General a.D. Schneiderhan in seiner neuen Funktion als Präsident a.i. des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Kranz niederlegte, eine interkonfessionelle Andacht in der Kirche Aller Heiligen sowie eine Diskussionsveranstaltung in der Geschichtswerkstatt. Im Museum sprach u.a. Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, der zudem nach einem politischen Programm in Minsk am nächsten Tag mit Studierenden in der IBB diskutierte.

Seit November 2016 ist die Ausstellung bereits in Deutschland zu sehen, aktuell im Deutsch-Russischen Museum in Berlin Karlshorst. Die nächste Station ist ab Oktober Köln, später Bremen.

Die Ausstellung wird noch bis zum 16. April im Minsker Kriegsmuseum zu sehen sein.

Weitere Informationen:
http://www.stiftung-denkmal.de/veranstaltungen/veranstaltungsberichte/detail/article/eroeffnung-der-wanderausstellung-vernichtungsort-malyj-trostenez-geschichte-und-erinnerung.html

TV-Berichte und Artikel zur Eröffnung in Minsk:

http://ont.by/news/our_news/nemeckaya-delegaciya-posetila-memorialnij-kompleks-trostenec

http://www.ctv.by/mir-segodnya-nuzhnee-vsego-nemeckaya-delegaciya-posetila-memorial-trostenec

http://minsknews.by/blog/2017/03/13/predstaviteli-nemetskoy-obshhestvennosti-vozlozhili-tsvetyi-k-memorialu-v-trostentse/

http://www.belrynok.by/ru/page/society/4766/

http://www.buechtger.tradicia.de/
http://www.buechtger.tradicia.de/

Neues zu Robert Büchtger

vom 04.04.2017 13:44:08

Ich freue mich immer wieder, wenn ich eine neue Meldung zu einem weiteren Büchtger-Gemälde erhalte. Meist findet jemand auf der Suche nach Informationen zu diesem deutsch-russischen Künstler im Internet meine Website und meldet ein weiteres, für mich neues Gemälde. Dieses Mal handelte es ich um eine Winterlandschaft, die leider, wie die meisten Bilder von Büchtger, nicht datiert ist. Mit solchen Meldungen wächst das Werkverzeichnis weiter und macht hoffentlich auf den Künstler und die Website aufmerksam!

Leipzig_2017

„Leipzig liest“: Vorstellung der Ausstellungskataloge auf der Buchmesse

vom 22.03.2017 13:41:34

Am Freitag, den 24.3. wurden die bisher erschienenen Bücher zu den beiden Ausstellungen durch den Sandstein-Verlag auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt: Der Katalog des Schweizerischen Nationalmuseums und der Essayband. Mit Jörg Baberowski und Dirk von Laak habe ich über die Ausstellungen, die Revolution und die Erinnerung daran gesprochen. Etwa 100 Interessierte haben uns dabei zugehört.
24.3.2015, 15.00 Uhr bis 15.30 Uhr, Forum Sachbuch Halle 3, Halle 3, Stand E201

Genauso voll war eine Veranstaltung mit Michail Rychlin, ebenfalls zur Russischen Revolution, die ich am Vormittag besucht hatte. Und der Guggolz-Verlag, mit dem wir für die Berliner Ausstellung zusammenarbeiten, hat auf der Messe den Kurt Wolff Förderpreis erhalten. Ein rundum toller Tag auf der Leipziger Buchmesse!

SNM_Revolution

1917. Revolution. Russland und die Schweiz

vom 12.03.2017 13:12:39

Am 23.2. war es soweit: Die Ausstellung wurde in Zürich eröffnet. Zuvor hatte es eine Pressekonferenz und eine Preview für die Leihgeber gegeben. Alles ist erfolgreich verlaufen, und die Ausstellung bekam durchweg positives Feedback. Hier die ersten Pressestimmen der NZZ (mit Bildern), des Tagesanzeigers (ebenfalls mit Bildern) und des SRF.

Neben dem gemeinsamen Essayband für die Ausstellungen in Berlin und Zürich ist nun auch der Katalog zur Schweizer Ausstellung erschienen – mit 75 Abbildungen ein schönes Lesebuch.

Für mich ist es die erste große Etappe in dem Kooperationsprojekt zwischen dem Schweizerischen Nationalmuseum und dem Deutschen Historischen Museum, und ich freue mich nach wie vor, Kuratorin bei beiden Projekten zu sein.

Nun wird die Arbeit für die Berliner Ausstellung an Fahrt gewinnen – Zielpunkt ist die Eröffnung, die nach aktuellem Stand am 20. Oktober stattfinden wird.

Katalog_Trostenez

Eröffnung der Wanderausstellung zu Maly Trostenez in Minsk

vom 03.03.2017 09:53:31

Anlässlich des 25. Jahrestags der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Belarus und Deutschland am 13. März soll die Wanderausstellung zum ehemaligen Konzentrationslager Maly Trostenez im Museum des Großen Vaterländischen Krieges in Minsk eröffnet werden. Das wäre die erste Station der Ausstellung in Belarus, an der wir mehrere Jahre gearbeitet haben.

Das Projekt geht auf die Initiative des IBB Dortmund zurück, die Ausstellung wurde von deutschen und belarussischen Historikerin unter der Federführung der Stiftung Denkmal Europäische Juden Europas erarbeitet. Die erste Station in Deutschland war die Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg, wo die Ausstellung in deutsch-russischer Version am 8. November 2016 eröffnet worden war. Eine belarussisch-deutsche Version soll nun auch durch Schulen und Bildungseinrichtungen in Belarus wandern.

Parallel sind am historischen Ort, ebenfalls auf Initiative des IBB und der Stand Minsk, weitere Informationseinheiten und Erinnerungszeichen angebracht worden. Für die Zukunft hoffen wir darauf, Teile unserer Ausstellung auch dort, am historischen Ort, dauerhaft zeigen zu können.

Maly Trostenez kehrt seit einigen Jahren in das kollektive Gedächtnis des Landes zurück und mit ihm auch die Erinnerung an die Ermordung der belarussischen Juden. Dieses Thema war lange zwar nicht tabuisiert, aber doch ein Randthema, das in die offizielle Darstellung des Zweiten Weltkriegs nur zögerlich integriert wurde. Ähnlich war und ist es noch immer mit den sog. Euthanasie-Verbrechen. Aber auch sie erfahren derzeit eine neue Aufmerksamkeit. Die Galerie Ў zeigt eine Ausstellung zum Thema „Von der Entmenschlichung zum Mord. Das Schicksal der psychisch Kranken in Belarus“ und erinnert damit an eine lange vernachlässigte Opfergruppe in Belarus.

Essayband_1917

1917. Revolution. Es ist soweit….

vom 22.02.2017 09:51:17

Nicht nur die historische Februarrevolution jährt sich in diesen Tagen zum 100. Mal. Nein, auch ein erster Meilenstein meines und unseres Projektes ist geschafft: Pünktlich zu Eröffnung der Ausstellung in der Schweiz erschient der Essayband zu beiden Ausstellungen in Zürich und Berlin. Zu erwerben ist der beim Sandstein-Verlag publizierte Band unter dem Titel „1917. Revolution. Russland und die Folgen“ in deutscher und englischer Sprache. Parallel erscheint auch der Katalog zur Ausstellung des Schweizerischen  Nationalmuseums „1917. Revolution. Russland und die Schweiz“. Die Ausstellung, zu deren Kuratoren ich gehöre, eröffnet am Donnerstag, den 23. Februar, also genau am Jahrestag der großen Frauendemonstration in Petrograd, die die Ereignisse ins Rollen brachte – der Auftakt für ein spannendes Jahr im Zeichen der Erinnerung an die Russische Revolution.

Abbildung: http://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/perspektiven/archiv/20170119_2204.html
Abbildung: http://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/perspektiven/archiv/20170119_2204.html

Utopia und Terror. Die zerstörten Hoffnungen der Oktoberrevolution

vom 18.01.2017 05:53:41

… so lautet der Titel eines Features des Kulturjournalisten Jürgen Buch, mit dem ich kürzlich über die Revolution in Russland, unsere Ausstellung im Deutschen Historischen Museum und das aktuelle Gedenken zum 100. Jahrestag sprach.

Am Donnerstag, den 19. Januar wird die Sendung zwischen 22.04 Uhr bis 23.00 Uhr im Kulturradio vom rbb in der Reihe Perspektiven gesendet und anschließend in der Mediathek abrufbar sein.