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Geschichtspolitik und neuer Nationalismus im gegenwärtigen Europa

vom 04.09.2017 15:40:24

So lautet der Titel einer zweitägigen Konferenz des ZZF Potsdam und der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Historikerverband am 10./11. Oktober in Berlin. Ich werde dort einen Vortrag über die Erinnerungskultur in Belarus halten. Bei meinen Recherchen bin ich auf einige interessante Texte und eine Website gestoßen.

Die Text stammen von dem belarussischen Historiker Alexej Bratochkin, den ich im März in Minsk kennengelernt hatte. Er ist einer der wenigen, die sich wissenschaftlich mit Themen wie Erinnerung, Gedenken und Identität für Belarus beschäftigen. Er hat mehreres dazu publiziert, u.a. den Text Дебаты об историческом прошлом в Беларуси, erschienen auf den Seiten des European College of Liberal Arts in Belarus, einem unabhängigen Bildungsträger. Als Exkurs sei erwähnt, dass Bratochkin auch eine hervorragende Ausstellung zur Geschichte des nationalsozialistischen Euthanasie-Programms in Belarus kuratiert hat. Diese war 2016 in der Galerie Ў zu sehen. Ich hatte darüber auf diesem Blog am 3.3.2017 berichtet.

Die erwähnte, mehrsprachige Website „Карта становления Беларуси“ stammt, wenn ich das richtig sehe, von einigen jungen, unabhängigen Bloggern und macht es sich zur Aufgabe, die Staaten- und Nationsbildung von Belarus nachzuvollziehen. Dabei bezieht sie alle historischen Ereignisse in der Region ein, auf die sich die verschiedenen Gruppen in der Debatte um die nationale Identität in je unterschiedlicher Weise und Gewichtung beziehen – angefangen vom Fürstentum Polock über das Großfürstentum Litauen und die Rzeczpospolita bis hin zur BNR, der BSSR und der heutigen Republik Belarus. Wie all das zusammenhängt und wer sich auf was bezieht, schlüsselt Bratochkin in seinen Texten auf und ich werde versuchen, darüber einen Überblick in meinem Vortag im Oktober zu geben.

Foto: https://www.sb.by/articles/istoriya-dolzhna-nas-obedinyat.html

Neues zu Kurapaty, den Stalinschen Repressionen und anderen ungeliebten Themen in Belarus

vom 19.04.2017 05:00:51

Im Februar war es zu neuen Protesten in Kurapaty gekommen, wo der Bau eines Wohnhauses beginnen sollte. Fast zwei Wochen lang widersetzen sich die Gegner der Überbauung den Baggern, bevor es zu vereinzelten Verhaftungen kam. Der Bau wurde gestoppt und nun soll es sogar eine Gedenkstätte geben.

Zur gleichen Zeit fand ein Rundtischgespräch in Minsk zu den Stalinschen Repressionen und Aktivitäten des NKWD statt. Erstmals war daran auch der kritische Historiker Nikolaj Kuznecov beteiligt. Er publiziert seit Jahren zu dem Thema, so dass sich so mancher wundert, wie er das unbeschadet tun konnte und kann.

Erstmals konnte er sich jetzt offen über die Repressionen äußern. Kuznecov kritisierte, dass die Erinnerung daran bisher im offiziellen Gedächtnis nicht vorkommt und forderte eine Arbeitsgruppe zur Errichtung einer Gedenkstätte.

Bemerkenswert daran ist, dass an der Diskussion auch der stellvertretende Chef des KGB und namhafte (linientreue) Historiker teilnahmen und der gesamte Text in der (ebenfalls linientreuen) Zeitung Sovetskaja Belarus veröffentlicht wurde.

Leider haben allerdings die jüngsten Ereignisse in Belarus gezeigt, dass entgegen jeder Hoffnung doch keine Tauwetterperiode angebrochen ist.

Foto: IBB Minsk

Unsere Maly Trostenec-Ausstellung nun auch in Minsk

vom 10.04.2017 04:54:19

Anlässlich des 25. Jahrestages zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen wurde in Minsk nun auch unsere Trostenec-Ausstellung eröffnet. Ihre erste Station ist das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges, wo sie an prominenter Stelle noch bis zum 16. April zu sehen ist. Anschließend soll sie nach Grodno und Mogiljow wandern.

Das Programm zur Eröffnung umfasste einen Besuch am historischen Ort, wo unsere Delegation mit General a.D. Schneiderhan in seiner neuen Funktion als Präsident a.i. des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Kranz niederlegte, eine interkonfessionelle Andacht in der Kirche Aller Heiligen sowie eine Diskussionsveranstaltung in der Geschichtswerkstatt. Im Museum sprach u.a. Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, der zudem nach einem politischen Programm in Minsk am nächsten Tag mit Studierenden in der IBB diskutierte.

Seit November 2016 ist die Ausstellung bereits in Deutschland zu sehen, aktuell im Deutsch-Russischen Museum in Berlin Karlshorst. Die nächste Station ist ab Oktober Köln, später Bremen.

Die Ausstellung wird noch bis zum 16. April im Minsker Kriegsmuseum zu sehen sein.

Weitere Informationen:
http://www.stiftung-denkmal.de/veranstaltungen/veranstaltungsberichte/detail/article/eroeffnung-der-wanderausstellung-vernichtungsort-malyj-trostenez-geschichte-und-erinnerung.html

TV-Berichte und Artikel zur Eröffnung in Minsk:

http://ont.by/news/our_news/nemeckaya-delegaciya-posetila-memorialnij-kompleks-trostenec

http://www.ctv.by/mir-segodnya-nuzhnee-vsego-nemeckaya-delegaciya-posetila-memorial-trostenec

http://minsknews.by/blog/2017/03/13/predstaviteli-nemetskoy-obshhestvennosti-vozlozhili-tsvetyi-k-memorialu-v-trostentse/

http://www.belrynok.by/ru/page/society/4766/

Katalog_Trostenez

Eröffnung der Wanderausstellung zu Maly Trostenez in Minsk

vom 03.03.2017 09:53:31

Anlässlich des 25. Jahrestags der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Belarus und Deutschland am 13. März soll die Wanderausstellung zum ehemaligen Konzentrationslager Maly Trostenez im Museum des Großen Vaterländischen Krieges in Minsk eröffnet werden. Das wäre die erste Station der Ausstellung in Belarus, an der wir mehrere Jahre gearbeitet haben.

Das Projekt geht auf die Initiative des IBB Dortmund zurück, die Ausstellung wurde von deutschen und belarussischen Historikerin unter der Federführung der Stiftung Denkmal Europäische Juden Europas erarbeitet. Die erste Station in Deutschland war die Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg, wo die Ausstellung in deutsch-russischer Version am 8. November 2016 eröffnet worden war. Eine belarussisch-deutsche Version soll nun auch durch Schulen und Bildungseinrichtungen in Belarus wandern.

Parallel sind am historischen Ort, ebenfalls auf Initiative des IBB und der Stand Minsk, weitere Informationseinheiten und Erinnerungszeichen angebracht worden. Für die Zukunft hoffen wir darauf, Teile unserer Ausstellung auch dort, am historischen Ort, dauerhaft zeigen zu können.

Maly Trostenez kehrt seit einigen Jahren in das kollektive Gedächtnis des Landes zurück und mit ihm auch die Erinnerung an die Ermordung der belarussischen Juden. Dieses Thema war lange zwar nicht tabuisiert, aber doch ein Randthema, das in die offizielle Darstellung des Zweiten Weltkriegs nur zögerlich integriert wurde. Ähnlich war und ist es noch immer mit den sog. Euthanasie-Verbrechen. Aber auch sie erfahren derzeit eine neue Aufmerksamkeit. Die Galerie Ў zeigt eine Ausstellung zum Thema „Von der Entmenschlichung zum Mord. Das Schicksal der psychisch Kranken in Belarus“ und erinnert damit an eine lange vernachlässigte Opfergruppe in Belarus.

Minsk-Forum 11-2016

Minsk-Forum 2016

vom 19.12.2016 15:25:21

Nach sechs Jahren Pause fand Ende November erstmal wieder das von der Deutsch-belarussischen Gesellschaft ins Leben gerufen und organsierte Minsk-Forum statt. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, viel zu wenig aus Kultur und Gesellschaft, tauschen sich über den aktuellen Stand der bilateralen und belarussisch-europäischen Beziehungen aus.

Nach den Wahlen 2010 hatte das Forum beschlossen, die Veranstaltung auszusetzen bzw. einmal ins benachbarte Litauen zu verlegen. Ob es die richtige Entscheidung ist, gerade in Krisenzeiten den Dialog abzubrechen, ist eine viel diskutierte Frage mit Blick auch auf andere Krisenherde der Welt. Im Falle des Minsk-Forums liegt sie in der fast ausschließlichen Konzentration auf Politik und Wirtschaft begründet. Gäbe es einen stärkeren Fokus auf Kultur und Zivilgesellschaft, wäre sie vielleicht anders ausgefallen.

Angesichts des Schwerpunkts auf politischen Fragen wirkten das am zweiten Abend angebotene Konzert von Ljawon Wolski sowie einer Führung nach Maly Trostenec mit anschließender Diskussion in der Geschichtswerkstatt nach Abschluss des offiziellen Programms wie Anhängsel aus schlechtem Gewissen. Ich selbst hatte das Vergnügen, zusammen mit Aliaksandr Dalhouski die Exkursion nach Trostenec durchzuführen und habe mich über die vielen interessierte Zuhörer, die trotz widriger Wetterbedingungen tapfer durchgehalten haben, sehr gefreut!

Fotos sind hier, TV-Aufnahmen hier und eine Analyse hier zu sehen/lesen.

Ausstellung in Hamburg Foto: IBB Dortmund - Robin Hinsch https://youtu.be/8j__zMmm0O8
Ausstellung in Hamburg
Foto: IBB Dortmund – Robin Hinsch
https://youtu.be/8j__zMmm0O8

Wanderausstellung zu Maly Trostenez in Hamburg eröffnet

vom 03.12.2016 16:25:32

Am 8. November 2016 – dem 75. Jahrestag der Deportationen aus Hamburg nach Minsk – wurde nach mehr als zwei Jahren Vorbereitungszeit die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg der IBB Minsk in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas eröffnet. Sie wird an diesem von mehreren weiteren Ausstellungsorten in Deutschland bis zum 7. Dezember zu sehen sein. Die Eröffnung in Belarus ist für März 2017 geplant. Die Ausstellung wird von einem deutsch-belarussischen Katalog begleitet.

Während meiner Beteiligung an dem Projekt, als Beiratsmitglied und durch Beiträge zur Erarbeitung der Ausstellung, gab es viele Momente, in denen Zweifel durchaus angebracht waren, ob es jemals zur Realisierung kommen würde. Wir mussten viele Kompromisse machen, sicher auf beiden Seiten, und aus wissenschaftlicher Perspektive muss man großzügig über einige Angaben und Exponate hinwegsehen. Dies fällt leichter, wenn man sich den Mehrwert für die deutsch-belarussische Verständigung bei diesem schwierigen Thema vor Augen führt, und die Basis, die wir mit dieser Ausstellung für einen zukünftigen Informationsort am historischen Ort auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationlagers schaffen wollten. Mit diesem Ziel vor Augen freue ich mich auf die Fortsetzung des Projektes gemeinsam mit den deutschen, belarussischen und tschechischen Kollegen.

Fotos der Ausstellung gibt es hier, einen belarussischen Beitrag hier.

Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Malyj Trostenec, auf dem seit einigen Jahren ein Gedenkort entsteht.
Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Malyj Trostenec, auf dem seit einigen Jahren ein Gedenkort entsteht.

Die Wanderausstellung zu Malyj Trostenec ist fertig!

vom 07.10.2016 14:45:42

Als wir vor zwei Jahren damit angefangen haben, hätten wir es selber nicht geglaubt: Jetzt ist sie fertig, die deutsch-belarussische Wanderausstellung für Schüler in beiden Ländern. In vielen gemeinsamen Sitzungen haben wir im Beirat dazu beraten, die Kolleginnen und Kollegen in der Geschichtswerkstatt und dem IBB Minsk sowie in der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas haben die Materialien gesucht und die Texte geschrieben. Am 8. November wird die deutsche Version in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg eröffnet, an dem Tag, an dem 1942 der erste Transport in das Ghetto Minsk Hamburg verließ.

Foto: http://museums.by/fotoreportazhi/gosudarstvennyj-muzej-voennoj-istorii.html
Foto:
http://museums.by/fotoreportazhi/gosudarstvennyj-muzej-voennoj-istorii.html

Museumsstreifzüge – Folge 14: Das Armeemuseum der Republik Belarus

vom 06.09.2016 15:13:26

Nein, es ist nicht das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges. Das habe ich zunächst auch gedacht und war überrascht, dass es in Belarus neben diesem übermächtigen Museum noch ein weiteres zur Militärgeschichte des Landes geben kann. In der Tat ist es auch fast unbekannt und zudem weit abgelegen in einer früher geschlossenen Militärsiedlung. Aber es ist doch immer wieder erstaunlich, was es gerade in diesen unscheinbaren und meist etwas verstaubten Museen des postsowjetischen Raums zu entdecken gibt.

Damit meine ich nicht die vermeintlichen Highlights, die sich nur allzu oft als Kopien herausstellen, wie z.B. die Fahne einer Einheit der Roten Armee aus Belarus, die bei Kriegsende auf dem Reichstag geweht haben soll. Oder der von mir lange gesuchte Mantel einer Uniform der Roten Armee aus den ersten Jahren. Nein, interessant sind meistens die weniger spektakulären Exponate, wie persönliche Erinnerungen, die die Menschen aus der Umgebung dem Museum schenken, oder auch der konzeptionelle Zugang. So sucht man in Belarus eine kritische Auseinandersetzung mit Tschernobyl vielerorts vergeblich. Hier gibt es eine gar nicht so kleine Abteilung dazu, mit vielen persönliche Schicksalen und einer erstaunlich offenen Beschreibung der Arbeit der Liquidatoren.

Verschlagen hat es mich hierher überhaupt nur, weil mein langjähriger Museumkollege, Sergej Azaronok, die Leitung des Hauses übernommen hat. Das mag zunächst verwundern, war der doch bis 2015 Direktor des Museums für die Geschichte des Großen Vaterländischen Kriegs in Minsk. Kurz vor dessen Wiedereröffnung wurde er – aus von außen undurchsichtigen politischen Gründen – entlassen. Als Oberst a.D., der zudem bei der langjährigen Vorbereitung der neuen Dauerausstellung im Parademuseum der Republik seine Leidenschaft für das Museumswesen entdeckt hat, war er die ideale Besetzung für das 2002 in Zuständigkeit des Verteidigungsministeriums gegründeten Museums. Ein Abstieg ist das nach belarussischen Vorstellungen keineswegs, zumal die Methoden der Stellenbesetzung und –entlassung sehr viel durchlässiger sind, als bei uns. Jedenfalls ist er voller Elan und will das Museum auf Vordermann bringen. Geld dafür hat er keins, aber wenn es danach ginge, dann gäbe es die meisten Museen in Belarus schon gar nicht mehr. Es bleibt also spannend, was er daraus macht und wenn Sie mal in Minsk sind, dann machen Sie sich die Mühe, von den üblichen Museumspfade abzuweichen – die Entdeckung ist es wert!

Hier eine Website zu dem Museum mit vielen Fotos.

Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2
Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2

Neues zu Malyj Trostenec: Dokumentenband und Ausstellungseröffnung

vom 05.08.2016 05:06:23

Unter dem Titel „Trostenec: Tragödie der Völker Europas, Erinnerung in Belarus“ ist ein weiterer Band mit Archivdokumenten zum KZ Malyj Trostenc in Minsk erschienen. Auch diese Mal ist Vjacheslav Selemenev, der ehemalige Direktor de Nationalarchivs als einer der Herausgeber daran beteiligt. Neben vielen Fotos enthält der Band erstmals auch Dokumente, die über die ersten Erinnerungszeichen und die Erinnerungskultur enthalten. Die Publikation wurde u.a. ermöglicht durch die Unterstützung des IBB Minsk. Dank der Förderung war es auch möglich, Materialien aus deutschen, russischen und lettischen Archiven einzubeziehen.

Im November wird darüber hinaus die von uns in mehrjähriger deutsch-belarussischer Kooperation erstellte Wanderausstellung zur Geschichte dieses historischen Ortes in Hamburg stattfinden – dem Ort, von dem aus die ersten Transporte nach Trostenec erfolgten. Für das Frühjahr 2017 ist die Eröffnung der Ausstellung in Belarus geplant.

Foto: http://www.phoenix.de/content/1113663
Foto: http://www.phoenix.de/content/1113663

TV-Diskussion „History Live“: „Unternehmen Barbarossa – Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg?“

vom 23.06.2016 17:59:12

Das „Unternehmen Barbarossa“ und die Erinnerung daran war das Thema der aktuellen Sendung des Fernsehhistorikers Guido Knopp in der Reihe „History Live“, einer Diskussionsrunde zu aktuellen Fragen der Geschichte auf Phoenix. Daran zusammen mit Jörg Baberowski und Sönke Neitzel teilzunehmen hatte ich die Ehre und das Vergnügen: Zu sehen bei Phoenix und youtube

Обсуждение в телевидении „History Live“: „Операция Барбаросса – поворотный пункт Второй мировой войны?“

„ Операция Барбаросса “ и воспоминание о ней было темой актуальной передачи историка Гуидо Кноппа в серии „History Live“ в телевидении, дискуссионная программа по актуальным вопросам истории на Phoenix. У меня была радость и честь принимать участие вместе с Йоргом Баберовским и Зенке Найцель: Смотреть можно здесь Phoenix и youtube