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Foto: IBB Minsk

Unsere Maly Trostenec-Ausstellung nun auch in Minsk

vom 10.04.2017 04:54:19

Anlässlich des 25. Jahrestages zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen wurde in Minsk nun auch unsere Trostenec-Ausstellung eröffnet. Ihre erste Station ist das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges, wo sie an prominenter Stelle noch bis zum 16. April zu sehen ist. Anschließend soll sie nach Grodno und Mogiljow wandern.

Das Programm zur Eröffnung umfasste einen Besuch am historischen Ort, wo unsere Delegation mit General a.D. Schneiderhan in seiner neuen Funktion als Präsident a.i. des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Kranz niederlegte, eine interkonfessionelle Andacht in der Kirche Aller Heiligen sowie eine Diskussionsveranstaltung in der Geschichtswerkstatt. Im Museum sprach u.a. Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, der zudem nach einem politischen Programm in Minsk am nächsten Tag mit Studierenden in der IBB diskutierte.

Seit November 2016 ist die Ausstellung bereits in Deutschland zu sehen, aktuell im Deutsch-Russischen Museum in Berlin Karlshorst. Die nächste Station ist ab Oktober Köln, später Bremen.

Die Ausstellung wird noch bis zum 16. April im Minsker Kriegsmuseum zu sehen sein.

Weitere Informationen:
http://www.stiftung-denkmal.de/veranstaltungen/veranstaltungsberichte/detail/article/eroeffnung-der-wanderausstellung-vernichtungsort-malyj-trostenez-geschichte-und-erinnerung.html

TV-Berichte und Artikel zur Eröffnung in Minsk:

http://ont.by/news/our_news/nemeckaya-delegaciya-posetila-memorialnij-kompleks-trostenec

http://www.ctv.by/mir-segodnya-nuzhnee-vsego-nemeckaya-delegaciya-posetila-memorial-trostenec

http://minsknews.by/blog/2017/03/13/predstaviteli-nemetskoy-obshhestvennosti-vozlozhili-tsvetyi-k-memorialu-v-trostentse/

http://www.belrynok.by/ru/page/society/4766/

SNM_Revolution

1917. Revolution. Russland und die Schweiz

vom 12.03.2017 13:12:39

Am 23.2. war es soweit: Die Ausstellung wurde in Zürich eröffnet. Zuvor hatte es eine Pressekonferenz und eine Preview für die Leihgeber gegeben. Alles ist erfolgreich verlaufen, und die Ausstellung bekam durchweg positives Feedback. Hier die ersten Pressestimmen der NZZ (mit Bildern), des Tagesanzeigers (ebenfalls mit Bildern) und des SRF.

Neben dem gemeinsamen Essayband für die Ausstellungen in Berlin und Zürich ist nun auch der Katalog zur Schweizer Ausstellung erschienen – mit 75 Abbildungen ein schönes Lesebuch.

Für mich ist es die erste große Etappe in dem Kooperationsprojekt zwischen dem Schweizerischen Nationalmuseum und dem Deutschen Historischen Museum, und ich freue mich nach wie vor, Kuratorin bei beiden Projekten zu sein.

Nun wird die Arbeit für die Berliner Ausstellung an Fahrt gewinnen – Zielpunkt ist die Eröffnung, die nach aktuellem Stand am 20. Oktober stattfinden wird.

Katalog_Trostenez

Eröffnung der Wanderausstellung zu Maly Trostenez in Minsk

vom 03.03.2017 09:53:31

Anlässlich des 25. Jahrestags der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Belarus und Deutschland am 13. März soll die Wanderausstellung zum ehemaligen Konzentrationslager Maly Trostenez im Museum des Großen Vaterländischen Krieges in Minsk eröffnet werden. Das wäre die erste Station der Ausstellung in Belarus, an der wir mehrere Jahre gearbeitet haben.

Das Projekt geht auf die Initiative des IBB Dortmund zurück, die Ausstellung wurde von deutschen und belarussischen Historikerin unter der Federführung der Stiftung Denkmal Europäische Juden Europas erarbeitet. Die erste Station in Deutschland war die Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg, wo die Ausstellung in deutsch-russischer Version am 8. November 2016 eröffnet worden war. Eine belarussisch-deutsche Version soll nun auch durch Schulen und Bildungseinrichtungen in Belarus wandern.

Parallel sind am historischen Ort, ebenfalls auf Initiative des IBB und der Stand Minsk, weitere Informationseinheiten und Erinnerungszeichen angebracht worden. Für die Zukunft hoffen wir darauf, Teile unserer Ausstellung auch dort, am historischen Ort, dauerhaft zeigen zu können.

Maly Trostenez kehrt seit einigen Jahren in das kollektive Gedächtnis des Landes zurück und mit ihm auch die Erinnerung an die Ermordung der belarussischen Juden. Dieses Thema war lange zwar nicht tabuisiert, aber doch ein Randthema, das in die offizielle Darstellung des Zweiten Weltkriegs nur zögerlich integriert wurde. Ähnlich war und ist es noch immer mit den sog. Euthanasie-Verbrechen. Aber auch sie erfahren derzeit eine neue Aufmerksamkeit. Die Galerie Ў zeigt eine Ausstellung zum Thema „Von der Entmenschlichung zum Mord. Das Schicksal der psychisch Kranken in Belarus“ und erinnert damit an eine lange vernachlässigte Opfergruppe in Belarus.

Essayband_1917

1917. Revolution. Es ist soweit….

vom 22.02.2017 09:51:17

Nicht nur die historische Februarrevolution jährt sich in diesen Tagen zum 100. Mal. Nein, auch ein erster Meilenstein meines und unseres Projektes ist geschafft: Pünktlich zu Eröffnung der Ausstellung in der Schweiz erschient der Essayband zu beiden Ausstellungen in Zürich und Berlin. Zu erwerben ist der beim Sandstein-Verlag publizierte Band unter dem Titel „1917. Revolution. Russland und die Folgen“ in deutscher und englischer Sprache. Parallel erscheint auch der Katalog zur Ausstellung des Schweizerischen  Nationalmuseums „1917. Revolution. Russland und die Schweiz“. Die Ausstellung, zu deren Kuratoren ich gehöre, eröffnet am Donnerstag, den 23. Februar, also genau am Jahrestag der großen Frauendemonstration in Petrograd, die die Ereignisse ins Rollen brachte – der Auftakt für ein spannendes Jahr im Zeichen der Erinnerung an die Russische Revolution.

Foto: https://www.nationalmuseum.ch/d/ausstellungen.php?aus_id=12582&show_detail=true
Foto: https://www.nationalmuseum.ch/d/ausstellungen.php?aus_id=12582&show_detail=true

1917. Revolution. Russland und die Schweiz

vom 28.12.2016 15:27:37

Allmählich wird es ernst und meine Arbeit der letzten zwei Jahre kommt ans Licht der Öffentlichkeit. Am 24. Februar 2017 eröffnet die Ausstellung im Schweizerischen Nationalmuseum. Zu diesem Zeitpunkt wird neben dem Ausstellungskatalog auch der, im Rahmen der Kooperation, gemeinsam mit dem DHM herausgegebene Essayband erscheinen. Er trägt den Titel „1917. Revolution. Russland und die Folgen“. Im Oktober folgt dann die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ in Berlin.

 Weitere Informationen, allerdings bisher leider nur sehr spärlich, gibt es hier zu der Schweizer Ausstellung und hier zur Berliner Ausstellung.

Ausstellung in Hamburg Foto: IBB Dortmund - Robin Hinsch https://youtu.be/8j__zMmm0O8
Ausstellung in Hamburg
Foto: IBB Dortmund – Robin Hinsch
https://youtu.be/8j__zMmm0O8

Wanderausstellung zu Maly Trostenez in Hamburg eröffnet

vom 03.12.2016 16:25:32

Am 8. November 2016 – dem 75. Jahrestag der Deportationen aus Hamburg nach Minsk – wurde nach mehr als zwei Jahren Vorbereitungszeit die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg der IBB Minsk in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas eröffnet. Sie wird an diesem von mehreren weiteren Ausstellungsorten in Deutschland bis zum 7. Dezember zu sehen sein. Die Eröffnung in Belarus ist für März 2017 geplant. Die Ausstellung wird von einem deutsch-belarussischen Katalog begleitet.

Während meiner Beteiligung an dem Projekt, als Beiratsmitglied und durch Beiträge zur Erarbeitung der Ausstellung, gab es viele Momente, in denen Zweifel durchaus angebracht waren, ob es jemals zur Realisierung kommen würde. Wir mussten viele Kompromisse machen, sicher auf beiden Seiten, und aus wissenschaftlicher Perspektive muss man großzügig über einige Angaben und Exponate hinwegsehen. Dies fällt leichter, wenn man sich den Mehrwert für die deutsch-belarussische Verständigung bei diesem schwierigen Thema vor Augen führt, und die Basis, die wir mit dieser Ausstellung für einen zukünftigen Informationsort am historischen Ort auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationlagers schaffen wollten. Mit diesem Ziel vor Augen freue ich mich auf die Fortsetzung des Projektes gemeinsam mit den deutschen, belarussischen und tschechischen Kollegen.

Fotos der Ausstellung gibt es hier, einen belarussischen Beitrag hier.

Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Malyj Trostenec, auf dem seit einigen Jahren ein Gedenkort entsteht.
Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Malyj Trostenec, auf dem seit einigen Jahren ein Gedenkort entsteht.

Die Wanderausstellung zu Malyj Trostenec ist fertig!

vom 07.10.2016 14:45:42

Als wir vor zwei Jahren damit angefangen haben, hätten wir es selber nicht geglaubt: Jetzt ist sie fertig, die deutsch-belarussische Wanderausstellung für Schüler in beiden Ländern. In vielen gemeinsamen Sitzungen haben wir im Beirat dazu beraten, die Kolleginnen und Kollegen in der Geschichtswerkstatt und dem IBB Minsk sowie in der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas haben die Materialien gesucht und die Texte geschrieben. Am 8. November wird die deutsche Version in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg eröffnet, an dem Tag, an dem 1942 der erste Transport in das Ghetto Minsk Hamburg verließ.

Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2
Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2

Neues zu Malyj Trostenec: Dokumentenband und Ausstellungseröffnung

vom 05.08.2016 05:06:23

Unter dem Titel „Trostenec: Tragödie der Völker Europas, Erinnerung in Belarus“ ist ein weiterer Band mit Archivdokumenten zum KZ Malyj Trostenc in Minsk erschienen. Auch diese Mal ist Vjacheslav Selemenev, der ehemalige Direktor de Nationalarchivs als einer der Herausgeber daran beteiligt. Neben vielen Fotos enthält der Band erstmals auch Dokumente, die über die ersten Erinnerungszeichen und die Erinnerungskultur enthalten. Die Publikation wurde u.a. ermöglicht durch die Unterstützung des IBB Minsk. Dank der Förderung war es auch möglich, Materialien aus deutschen, russischen und lettischen Archiven einzubeziehen.

Im November wird darüber hinaus die von uns in mehrjähriger deutsch-belarussischer Kooperation erstellte Wanderausstellung zur Geschichte dieses historischen Ortes in Hamburg stattfinden – dem Ort, von dem aus die ersten Transporte nach Trostenec erfolgten. Für das Frühjahr 2017 ist die Eröffnung der Ausstellung in Belarus geplant.

Foto: http://afisha.tut.by/exhibition/vremya_i_tvorchestvo_lva_baksta_1866_1924_gg/
Foto:
http://afisha.tut.by/exhibition/vremya_i_tvorchestvo_lva_baksta_1866_1924_gg/

Leon Bakst-Ausstellung in Minsk – Леон Бакст – Выставка в Минске

vom 06.05.2016 16:40:39

Anlässlich des 150. Geburtstages des Künstlers finden in diesem Jahr mehrere Ausstellungen statt. Auch das Nationale Kunstmuseum in Minsk hat bis vor Kurzem eine sehenswerte Ausstellung gezeigt, die den in Grodno geborenen Bakst als belarussischen Künstler wiederentdeckt. Die Belgazprombank hat aus diesem Anlass einige Werke erworben, darunter selten ausgestellte und wenig bekannte Malerei von Bakst. Die Bank trägt seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Sammlung von Kunstwerken zusammen, deren Schöpfer durch den Geburtsort in den heutigen Landesgrenzen oder durch Lebenswege auf dem Gebiet des heutigen Belarus verbunden sind. Sie schließt damit eine auffallende Lücke in der Sammlung der staatlichen Museen. Für mich gab es in der Ausstellung durchaus einige Anregungen für unsere geplante Ausstellung zur Russischen Revolution im Deutschen Historischen Museum, die einen Schwerpunkt auf die Kunst legen wird.

По поводу 150-ого дня рождения художника в этом году показывают несколько выставок. В том числе Национальный музей изобразительных искусств в Минске недавно показал достопримечательную выставку, которая переоткрывает рожденного в Гродно Бакст как белорусский художник. Белгазпромбанк по этому поводу приобрел несколько произведений, включая редко выставленную и известную живопись Бакста. Банк уже несколько лет собирает замечательную коллекцию художественных произведений, создатели которых связаны с сегоднящней Беларуси либо местом рождения в сегодняшних границах страны или жизненными путями. Коллекция закрывает пробел в коллекциях государственных музеев. Я нашла на выставке несколько стимулов для нашей запланированной выставки к Русской революции в Немецком Историческом музее в 2017/2018 гг., основной вопрос которой будет и искусство.

Foto: Forschungsstelle Osteuropa http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/de/13/20140605113358/20150105125620/Der_Physiker_und_die_Sowjetmacht.html
Foto: Forschungsstelle Osteuropa
http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/de/13/20140605113358/20150105125620/Der_Physiker_und_die_Sowjetmacht.html

Ausstellungsmanagement an der Forschungsstelle Osteuropa

vom 12.04.2016 13:38:40

Am 25. April werde ich an meiner alten Wirkungsstätte in Bremen, der Forschungsstelle Osteuropa, ein Seminar zum Ausstellungsmanagement bestreiten. Anlass ist die Vorbereitung einer Ausstellung durch die Leiterin der Forschungsstelle und Osteuropa-Historikerin, Susanne Schattenberg, zusammen mit Studentinnen und Studenten. Unter dem Titel „‚Achtung! Feindpropaganda!‘ – Kriegsflugblätter und Kriegsfolgen im Leben von Lew Kopelew“ wird die Ausstellung anlässlich des 75. Jahrestages des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion die Aufmerksamkeit auf den deutsch-sowjetischen Krieg lenken und zugleich einen Teil des einzigartigen und reichen Samizdat-Archivs präsentieren.