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Foto: https://www.nationalmuseum.ch/d/ausstellungen.php?aus_id=12582&show_detail=true
Foto: https://www.nationalmuseum.ch/d/ausstellungen.php?aus_id=12582&show_detail=true

1917. Revolution. Russland und die Schweiz

vom 28.12.2016 15:27:37

Allmählich wird es ernst und meine Arbeit der letzten zwei Jahre kommt ans Licht der Öffentlichkeit. Am 24. Februar 2017 eröffnet die Ausstellung im Schweizerischen Nationalmuseum. Zu diesem Zeitpunkt wird neben dem Ausstellungskatalog auch der, im Rahmen der Kooperation, gemeinsam mit dem DHM herausgegebene Essayband erscheinen. Er trägt den Titel „1917. Revolution. Russland und die Folgen“. Im Oktober folgt dann die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ in Berlin.

 Weitere Informationen, allerdings bisher leider nur sehr spärlich, gibt es hier zu der Schweizer Ausstellung und hier zur Berliner Ausstellung.

Ausstellung in Hamburg Foto: IBB Dortmund - Robin Hinsch https://youtu.be/8j__zMmm0O8
Ausstellung in Hamburg
Foto: IBB Dortmund – Robin Hinsch
https://youtu.be/8j__zMmm0O8

Wanderausstellung zu Maly Trostenez in Hamburg eröffnet

vom 03.12.2016 16:25:32

Am 8. November 2016 – dem 75. Jahrestag der Deportationen aus Hamburg nach Minsk – wurde nach mehr als zwei Jahren Vorbereitungszeit die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg der IBB Minsk in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas eröffnet. Sie wird an diesem von mehreren weiteren Ausstellungsorten in Deutschland bis zum 7. Dezember zu sehen sein. Die Eröffnung in Belarus ist für März 2017 geplant. Die Ausstellung wird von einem deutsch-belarussischen Katalog begleitet.

Während meiner Beteiligung an dem Projekt, als Beiratsmitglied und durch Beiträge zur Erarbeitung der Ausstellung, gab es viele Momente, in denen Zweifel durchaus angebracht waren, ob es jemals zur Realisierung kommen würde. Wir mussten viele Kompromisse machen, sicher auf beiden Seiten, und aus wissenschaftlicher Perspektive muss man großzügig über einige Angaben und Exponate hinwegsehen. Dies fällt leichter, wenn man sich den Mehrwert für die deutsch-belarussische Verständigung bei diesem schwierigen Thema vor Augen führt, und die Basis, die wir mit dieser Ausstellung für einen zukünftigen Informationsort am historischen Ort auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationlagers schaffen wollten. Mit diesem Ziel vor Augen freue ich mich auf die Fortsetzung des Projektes gemeinsam mit den deutschen, belarussischen und tschechischen Kollegen.

Fotos der Ausstellung gibt es hier, einen belarussischen Beitrag hier.

Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Malyj Trostenec, auf dem seit einigen Jahren ein Gedenkort entsteht.
Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Malyj Trostenec, auf dem seit einigen Jahren ein Gedenkort entsteht.

Die Wanderausstellung zu Malyj Trostenec ist fertig!

vom 07.10.2016 14:45:42

Als wir vor zwei Jahren damit angefangen haben, hätten wir es selber nicht geglaubt: Jetzt ist sie fertig, die deutsch-belarussische Wanderausstellung für Schüler in beiden Ländern. In vielen gemeinsamen Sitzungen haben wir im Beirat dazu beraten, die Kolleginnen und Kollegen in der Geschichtswerkstatt und dem IBB Minsk sowie in der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas haben die Materialien gesucht und die Texte geschrieben. Am 8. November wird die deutsche Version in der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg eröffnet, an dem Tag, an dem 1942 der erste Transport in das Ghetto Minsk Hamburg verließ.

Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2
Foto: http://www.nlb.by/portal/page/portal/index/detailed_news?param0=143373&lang=ru&rubricId=2

Neues zu Malyj Trostenec: Dokumentenband und Ausstellungseröffnung

vom 05.08.2016 05:06:23

Unter dem Titel „Trostenec: Tragödie der Völker Europas, Erinnerung in Belarus“ ist ein weiterer Band mit Archivdokumenten zum KZ Malyj Trostenc in Minsk erschienen. Auch diese Mal ist Vjacheslav Selemenev, der ehemalige Direktor de Nationalarchivs als einer der Herausgeber daran beteiligt. Neben vielen Fotos enthält der Band erstmals auch Dokumente, die über die ersten Erinnerungszeichen und die Erinnerungskultur enthalten. Die Publikation wurde u.a. ermöglicht durch die Unterstützung des IBB Minsk. Dank der Förderung war es auch möglich, Materialien aus deutschen, russischen und lettischen Archiven einzubeziehen.

Im November wird darüber hinaus die von uns in mehrjähriger deutsch-belarussischer Kooperation erstellte Wanderausstellung zur Geschichte dieses historischen Ortes in Hamburg stattfinden – dem Ort, von dem aus die ersten Transporte nach Trostenec erfolgten. Für das Frühjahr 2017 ist die Eröffnung der Ausstellung in Belarus geplant.

Foto: http://afisha.tut.by/exhibition/vremya_i_tvorchestvo_lva_baksta_1866_1924_gg/
Foto:
http://afisha.tut.by/exhibition/vremya_i_tvorchestvo_lva_baksta_1866_1924_gg/

Leon Bakst-Ausstellung in Minsk – Леон Бакст – Выставка в Минске

vom 06.05.2016 16:40:39

Anlässlich des 150. Geburtstages des Künstlers finden in diesem Jahr mehrere Ausstellungen statt. Auch das Nationale Kunstmuseum in Minsk hat bis vor Kurzem eine sehenswerte Ausstellung gezeigt, die den in Grodno geborenen Bakst als belarussischen Künstler wiederentdeckt. Die Belgazprombank hat aus diesem Anlass einige Werke erworben, darunter selten ausgestellte und wenig bekannte Malerei von Bakst. Die Bank trägt seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Sammlung von Kunstwerken zusammen, deren Schöpfer durch den Geburtsort in den heutigen Landesgrenzen oder durch Lebenswege auf dem Gebiet des heutigen Belarus verbunden sind. Sie schließt damit eine auffallende Lücke in der Sammlung der staatlichen Museen. Für mich gab es in der Ausstellung durchaus einige Anregungen für unsere geplante Ausstellung zur Russischen Revolution im Deutschen Historischen Museum, die einen Schwerpunkt auf die Kunst legen wird.

По поводу 150-ого дня рождения художника в этом году показывают несколько выставок. В том числе Национальный музей изобразительных искусств в Минске недавно показал достопримечательную выставку, которая переоткрывает рожденного в Гродно Бакст как белорусский художник. Белгазпромбанк по этому поводу приобрел несколько произведений, включая редко выставленную и известную живопись Бакста. Банк уже несколько лет собирает замечательную коллекцию художественных произведений, создатели которых связаны с сегоднящней Беларуси либо местом рождения в сегодняшних границах страны или жизненными путями. Коллекция закрывает пробел в коллекциях государственных музеев. Я нашла на выставке несколько стимулов для нашей запланированной выставки к Русской революции в Немецком Историческом музее в 2017/2018 гг., основной вопрос которой будет и искусство.

Foto: Forschungsstelle Osteuropa http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/de/13/20140605113358/20150105125620/Der_Physiker_und_die_Sowjetmacht.html
Foto: Forschungsstelle Osteuropa
http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/de/13/20140605113358/20150105125620/Der_Physiker_und_die_Sowjetmacht.html

Ausstellungsmanagement an der Forschungsstelle Osteuropa

vom 12.04.2016 13:38:40

Am 25. April werde ich an meiner alten Wirkungsstätte in Bremen, der Forschungsstelle Osteuropa, ein Seminar zum Ausstellungsmanagement bestreiten. Anlass ist die Vorbereitung einer Ausstellung durch die Leiterin der Forschungsstelle und Osteuropa-Historikerin, Susanne Schattenberg, zusammen mit Studentinnen und Studenten. Unter dem Titel „‚Achtung! Feindpropaganda!‘ – Kriegsflugblätter und Kriegsfolgen im Leben von Lew Kopelew“ wird die Ausstellung anlässlich des 75. Jahrestages des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion die Aufmerksamkeit auf den deutsch-sowjetischen Krieg lenken und zugleich einen Teil des einzigartigen und reichen Samizdat-Archivs präsentieren.

"Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus" (unbekannter Autor), 1918 "Призрак бродит по Европе, приврак Коммунизма" (неизвестный автор), 1918 Russische Staatsbibliothek/Российская государственная библиотека Foto: http://russianposter.ru
„Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus“ (unbekannter Autor), 1918
„Призрак бродит по Европе, приврак Коммунизма“ (неизвестный автор), 1918
Russische Staatsbibliothek/Российская государственная библиотека
Foto: http://russianposter.ru

100 Jahre Russische Revolution – 100 лет Русской революции

vom 20.02.2016 17:51:55

Das ist der Anlass für meine aktuellen Recherchen und Forschungen, von denen hier bereits die Rede war. Hintergrund sind zwei Ausstellungen im Deutschen Historischen Museum und im Schweizerischen Nationalmuseum. Für Berlin habe ich die große Freude und Ehre, die Kuratorin zu sein, in der Schweiz bin ich als Ko-Kuratorin für Russland mit dabei. Vernetzt sind beide Projekte durch die Kooperation mit den russischen Partnermuseen, eine gemeinsame Publikation und Begleitveranstaltungen.

Während in Zürich der Schwerpunkt auf den schweizerisch-russischen Beziehungen vom späten 19. Jh. bis in die 30er Jahre des 20. Jh. liegt, steht in Berlin die Wirkungsgeschichte der Revolution in Europa im Fokus. Aktuell recherchieren wir in beiden Teams nach Exponaten in russischen, deutschen, schweizerischen und weiteren europäischen Museen.

Für mich ist die Arbeit an den Projekten in jeder Hinsicht eine tolle Aufgabe: Das Thema ist nicht nur durch den bevorstehenden Jahrestag, sondern auch die innerrussischen Interpretationen hochaktuell. Die durchaus kontroversen Diskussionen mit den russischen Partnern sind eine fachliche und interkulturelle Herausforderung. Und schließlich freue ich mich sehr, die Zusammenarbeit mit den russischen Museumskollegen weiter so intensiv fortsetzen zu können. Selten war das so wichtig wie in den aktuell schwierigen Zeiten der deutsch-russischen Beziehungen.

Годовщина – повод для моих актуальных поисков и исследований, о которых я здесь уже сообщила. Конкретно я работаю над двумя выставкфи – в Немецком Историческом музее и в Швейцарском национальном музее. Для Берлина я имею большую радость и честь быть куратором, в Швейцарии я принимаю участие как ко-куратор по России. Оба проекта соединены кооперацией с русскими музеями, совместной публикацией и мероприятиями.

В то время как в Цюрихе акцент делается на швейцарско-российские отношения с конца 19-го века по 30-х годов 20-го века, в Берлине в центре внимания история последствий революции в Европе. В настоящее время в обеих командах мы разыскиваем экспонаты в русских, немецких, швейцарских и других европейских музеях.

Для меня работа над проектами является в любом отношении замечательным заданием: Тема актуальна не только предстоящей годовщиной, но и внутренне-русскими интерпретациями. Спорные обсуждения с русскими партнерами – научный и межкультурный вызов. И, наконец, я очень радуюсь продолжению сотрудничество с русскими музейными коллегами в такой интенсивной мере. Это редко было так важно как в настоящее время трудных времен немецко-русских отношений.

Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Walentin_Alexandrowitsch_Serow
Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Walentin_Alexandrowitsch_Serow

Auf den Spuren der Revolution…

vom 06.02.2016 13:55:37

… habe ich derzeit mit der Tretjakov-Galerie zu tun. Bei der Suche nach geeigneten Exponaten zur Kunst und Kultur des vorrevolutionären Russlands stößt man unweigerlich auch auf den Maler Valentin Serov. Eine Auswahl seiner Werke ist monentan noch in einer Sonderausstellung in der sog. Neuen Tretjakov-Galerie zu sehen. Ich hatte im vergangenen Oktober die Gelegenheit, die Ausstellung zu sehen – eine wahre Freude, das sehr vielfältige Schaffen des Künstlers so konzentriert zu erleben. Allerdings sind viele seiner Bilder, die sich im Bestand der Tretjakov-Galerie befinden, auch sonst in der Dauerausstellung zu sehen, darunter auch sein berühmtes Gemälde „Das Mädchen mit den Pfirsichen“ (1887).

Dennoch erlebte die Ausstellung in der letzten Woche einen Ansturm, mit dem wohl niemand gerechnet hatte. Ob es der Besuch von Vladimir Putin war, der die Menschen aufgerüttelt hat, die Sehnsucht nach dem „guten, alten Russland vor der Revolution“ oder die nur allzu bekannte Überraschung, dass nur noch wenig Zeit bleibt, die Ausstellung zu besichtigen, muss wohl im Dunklen bleiben. Faszinierend ist vielmehr das Phänomen der Schlange, die sich vor dem Eingang bildete und ein Eigenleben entwickelte. Dies beschreibt sehr anschaulich ein Artikel auf der noch jungen Website www.dekoder.org – ein, wie ich finde, sehr wichtiges und interessantes Online-Angebot, das eine Lücke in der Berichterstattung zu Russland füllt.

Was die Schlange angeht, so kümmert sich die Militärhistorische Gesellschaft (!) um das leibliche Wohl der frierenden Besucher vor dem Eingang ins Museum. Zugleich schlängelt sich die Schlange durch das Internet. Dort beobachtete man Seltsames: „Eine Frau in der Schlange gebar einen Pfirsich“ und „In der Schlange beginnt die Sammlung von Unterschriften für ein Referendum über die Anerkennung ihrer Autonomie“. Diese stellt sie bereits unter Beweis, denn die „Schlange zur Serov-Ausstellung hat eine Gastspielreise durch Russland begonnen“. Was wird nur passieren, wenn die Ausstellung nach der Verlängerung schließt? Der Präsident jedenfalls macht sich große Sorgen: „Den Zerfall der Serow-Schlange bezeichnete Putin als eine der größten geopolitischen Katastrophen“. Was für ein Traum für die Kuratoren!

Foto: http://www.erarta.com/ru/calendar/exhibitions/detail/89565163-41cb-11e5-85a8-8920284aa333/
Foto: http://www.erarta.com/ru/calendar/exhibitions/detail/89565163-41cb-11e5-85a8-8920284aa333/

Auf den Spuren der russischen Revolution…

vom 29.11.2015 14:18:41

… hatte ich kürzlich in Moskau die Gelegenheit, den Enkel von Jakov Chernichov zu treffen. Andrej Chernichov, selbst ein bekannter und erfolgreicher Architekt, verwaltet den Großteil des Erbes und Nachlasses seines berühmten Großvaters. Dieser steht noch immer im Schatten von Leonid und Wiktor Wesnin oder Konstantin Melnikov und anderen Konstruktivisten. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass sein Werk hauptsächlich architektonische Utopien umfasst, gebaut wurde so gut wie nichts. Eines der wenigen Beispiel für eine Realisierung ist der Wasserturm in einer Fabrik in Petersburg. Dort, in Petersburg, wird derzeit eine umfangreiche Ausstellung zum Werk Chernichovs gezeigt. Träger und Veranstalter ist die Chernichov-Stiftung. In dem Fabrikgebäude plant die Stiftung, die auch einen Preis für Architekten auslobt, ein Architekturmuseum. Bevor das allerdings eröffnet wird, hoffe ich, im Rahmen einer anderen, in Berlin geplanten Ausstellung einige Werke von Chernichov zu integrieren.

Foto: Andris Breže: Dove of Peace, 2014 http://museumspoliticsandpower.org/2014/03/24/museum-politik-blitzlicht-nationales-kunstmuseum-lettland/
Foto:
Andris Breže: Dove of Peace, 2014
http://museumspoliticsandpower.org/2014/03/24/museum-politik-blitzlicht-nationales-kunstmuseum-lettland/

19X14 – Konferenzdokumentation zur Ausstellung in Riga erschienen

vom 13.09.2015 16:25:00

Nach gut einem Jahr sind die Beiträge zu vier Konferenzen im Vorfeld der Ausstellung „1914“ im Lettischen Nationalmuseum in Riga in einer Ausgabe der Reihe „Museumsschriften“ 6/2015 erschienen. Ich hatte das Glück, diese Ausstellung zu sehen, als ich bei einer dieser Tagungen einen Vortrag über die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Russland gehalten habe.

Zwar ist die Aufmerksamkeit für den 100. Jahrestag seit Ausbruch des Weltkrieges in der Zwischenzeit deutlich zurückgegangen. Umso wichtiger erscheint es mir, mit dem Katalog und nun dieser Konferenzpublikation an diese, wie ich finde, sehr wichtige und besondere Ausstellung zu erinnern. Im Zentrum stand die Bildende Kunst dieser Jahre aus Ländern, die wir hier oft aus dem Blick verlieren: Polen, das Baltikum, Finnland, Serbien, Kroatien, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Dabei stellte sie die Kunst um 1914 in Beziehung zu aktuellen Kunstwerken (siehe das Foto) und fragte nach der europäischen Identität heute. Damit leistete sie einen innovativen Beitrag zum Programm der Kulturhauptstadt, die Riga 2014 war.

Über die Ausstellung und ihren Anspruch hatten wir in unserem ICOM-Konferenzblog „Museum, politics and power“ http://museumspoliticsandpower.org/berichtet.

19X14 Появлялась документация конференции к выставке в Риге

Через год появилась публикация докладов несколько конференций к выставке „1914 г.“ в Национальном музее Латвии в Риге в издании „Музейные записи“ 6/2015. У меня было счастье увидеть эту выставку, когда я читала доклад о воспоминании о Первой мировой войне в России во время одного из этих заседаний.

Правда, внимание к 100-ой годовщине с начала мировой войны успокоило. Тем важнее мне кажется каталогом и теперь публикацией напоминать о этой важной выставке. В центре – изобразительное искусство этих лет из стран, которые мы на западе часто не принимаем достаточно во внимание: Польши, Прибалтики, Финляндии, Сербии, Хорватии, Венгрии, Чехии и Словакии. Кроме этого выставка связала искусство из годов около 1914 г. с актуальными художественными произведениями (смотрите фотографию) и спрашивала о европейской идентичности сегодня. Вместе с тем она вносила инновационный вклад в программу культурной столицы, которой была Рига в 2014 г.

О выставке и ее концепции мы сообщили в нашем блоге к конференции ICOMа „музей и власть“.