Blog

Foto: http://kommersant.ru/doc/3131019
Foto:
http://kommersant.ru/doc/3131019

Schnelldurchlauf durch die russische Geschichte in der offiziellen Lesart

vom 16.01.2017 11:13:28

Geschichte ist ein heikles Thema ist Russland, das gilt derzeit besonders für den 100. Jahrestag der Russischen Revolution 1917. Aus diesem aktuellem Anlass hat die russische Internetzeitung Meduza ein „Nachschlagewerk“ zu den wichtigsten Ereignisse und Jahrestagen mit der jeweils „richtigen“ Interpretation veröffentlicht. Mit Blick auf die Revolution dürfen wir demnach niemals vergessen, dass politischer Extremismus schwerwiegende Folgen für das ganze Land haben kann. Wir lernen aber auch, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion [deren Gründung ein Folge der Revolution war, Anm. Kj] die größte geopolitische Katastrophe war.

Die Brisanz der Problematik erkennt auch der Sicherheitsrat: Er diskutierte jüngst die sechs historischen Themen, die stark von einer „Falsifizierung“ bedroht seien und des Schutzes bedürfen. Dazu zählen neben der Revolution von 1917 „die Nationalitätenpolitik des Russischen Reichs und UdSSR, die Rolle der UdSSR beim Sieg über den Faschismus, den Molotow-Ribbentrop-Pakt und die politischen Krisen in der DDR, der Tschechoslowakei und anderen ehemaligen sozialistischen Ländern“.

Es ist daher nur logisch, wenn im Zusammenhang mit dem Jahrestag überlegt wird, die 2012 abgeschaffte „Kommission zur Verhinderung der Versuche der Verfälschung der Geschichte“ wieder einzusetzen.

In dieser prekären Lage ruhen alle Augen und Hoffnungen auf der im Dezember einberufenen Kommission zur Vorbereitung des 100. Jahrestages der „Großen Rußländischen Revolution“. In diesem Tagen erwarten wir ihre Vorschläge für das offizielle Gedenken an die Ereignisse von vor 100 Jahren.

Foto: APA/AFP/Olga Maltseva, gesehen auf:  http://www.krone.at/wissen/zarenbild-auf-rueckseite-von-lenin-gemaelde-entdeckt-bei-restaurierung-story-539908
Foto: APA/AFP/Olga Maltseva, gesehen auf:
http://www.krone.at/wissen/zarenbild-auf-rueckseite-von-lenin-gemaelde-entdeckt-bei-restaurierung-story-539908

Der Zar und Lenin: Exponate sagen mehr als 1000 Worte

vom 06.01.2017 15:29:33

Gleichsam ein Geschenk für Kuratoren wurde kürzlich in der Staatlichen künstlerisch-industriellen Stieglitz-Akademie für Kunst und Industrie in St. Peterburg entdeckt: Ein Portrait des Zaren Nikolaus II. des Künstlers Ilja Galkin aus dem Jahre 1896. Es wurde, mehrfach übermalt, auf der Rückseite einer späteren Darstellung von Lenin des Künstlers Wladislaw Ismailowitsch aus dem Jahr 1924 gefunden. Beide Portraits hingen nacheinander an derselben Stelle in dem früher als Handelsschule genutzten Gebäude einer Grundschule. Spuren von Bajonettstichen stammen vermutlich aus den Tagen der Revolution. Anschaulicher kann man die Geschichte der Revolution in Russland kaum erzählen!

Foto: https://www.nationalmuseum.ch/d/ausstellungen.php?aus_id=12582&show_detail=true
Foto: https://www.nationalmuseum.ch/d/ausstellungen.php?aus_id=12582&show_detail=true

1917. Revolution. Russland und die Schweiz

vom 28.12.2016 15:27:37

Allmählich wird es ernst und meine Arbeit der letzten zwei Jahre kommt ans Licht der Öffentlichkeit. Am 24. Februar 2017 eröffnet die Ausstellung im Schweizerischen Nationalmuseum. Zu diesem Zeitpunkt wird neben dem Ausstellungskatalog auch der, im Rahmen der Kooperation, gemeinsam mit dem DHM herausgegebene Essayband erscheinen. Er trägt den Titel „1917. Revolution. Russland und die Folgen“. Im Oktober folgt dann die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ in Berlin.

 Weitere Informationen, allerdings bisher leider nur sehr spärlich, gibt es hier zu der Schweizer Ausstellung und hier zur Berliner Ausstellung.

Screenshot https://project1917.ru
Screenshot
https://project1917.ru

Aktuelles zur Interpretation der Revolution

vom 10.12.2016 16:28:21

Über die Leitlinien zur Interpretation der „Großen Rußländischen Revolution“ durch den Kulturminister Vladimir Medinskij wurde hier schon berichtet. In der Zwischenzeit hat sich nun auch Vladimir Putin zu Wort gemeldet, wobei insbesondere seine Äußerung, die Revolution sei eigentlich gar nicht nötig gewesen, zu heftigen Diskussionen führte. Vom Sicherheitsrat war dieser Tage zu hören, dass man in der Präsidialverwaltung der Ansicht sei, jedes „Bemühen der Bedeutungsfüllung des Jahrestages der Revolution in Russland [sei] ausschließlich das Prärogativ der wissenschaftlichen Gesellschaft“. Sicherheitshalber aber war man hier zugleich der Meinung, angesichts dieses problematischen Jahrestages solle man besser die Falsifizierungskommission wieder zum Leben erwecken.

Wie kompliziert der Umgang mit dem Jahrestag ist, weil dieser so gar nicht in das nationale Narrativ des imperialen Russland passen will, legt der Journalist Fedor Krascheninnikov dar und Michail Zygar eröffnet ein Portal unter dem Motto „1917. Freie Geschichte“. Derweil streiten die Gemüter über den Spielfilm „Mathilda“, der Ende März 2017 in die Kinos kommen soll. Die darin verarbeitete Liebesaffäre des Zaren Nikolaus II. mit der Ballerina Mathilda Kschesinskaja eint wieder einmal Kirche und Politik in ihrer Kritik.

Die breite Gesellschaft ist, fast möchte man sagen, wie eh und je, in Rote und Weiße gespalten, wie meine persönlichen Begegnungen nahelegen. Der Aufruf Medinskijs zur nationalen Einheit scheint jedenfalls bisher ungehört zu bleiben. Es bleibt spannend!

Foto: © ITAR-Tass 1997, gesehen auf: http://www.dekoder.org/de/article/lenin-balsamiert-mausoleum-moskau
Foto: © ITAR-Tass 1997, gesehen auf:
http://www.dekoder.org/de/article/lenin-balsamiert-mausoleum-moskau

Lenin on the Train

vom 26.11.2016 14:16:05

Pünktlich zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution ist er wieder en vogue: Lenin in seinem Mausoleum auf dem Roten Platz. Seiner berühmten Reise aus der Schweiz nach Petrograd mit dem Zug durch Deutschland widmet Catherine Merridale ihr neues Buch („Lenin on the Train“, soeben erschienen bei Penguin Radom House, UK). Sie nimmt ihren Leser mit durch Räume und Zeiten und entfaltet ein ebenso detailreiches wie spannendes Panorama der Revolution. Putin denkt derweil darüber nach, ob der Revoultionsführer nicht endlich begraben werden soll, und die meisten Russen unterstützen diese Idee. Der umtriebige Kriminalbiologe Mark Benecke hat den Zustand der Leiche begutachtet, und so mancher erinnert sich dieser Tage an die eigenen Besuche im Mausoleum. Auch die transnationale Suche nach dem Pokemon macht vor dem Heiligtum nicht halt. Es bleibt also spannend, wie es mit dem Leichnam weitergeht, aber im kommenden Jahr wird er vermutlich erstmal wieder viele alte und neue Besucher haben.

Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Staatsbibliothek#/media/File:Treppenhaus_BSB.jpg
Foto:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerische_Staatsbibliothek#/media/File:Treppenhaus_BSB.jpg

(Museums-)Streifzüge – Folge 17: Die Bayerische Staatsbibliothek München

vom 28.10.2016 12:28:52

Natürlich gibt es 1.000 Gründe, in der Bayerischen Staatsbibliothek zu recherchieren, gerade und insbesondere, wenn man mit Osteuropa zu tun hat. Gibt es doch dort einer der besten Sammlungen zu dieser Region in Deutschland – neben der Stabi in Berlin, versteht sich. Mich hatte dieses Mal die Suche nach sog. russischen und sowjetischen Künstlerbüchern nach München verschlagen. Von dieser außergewöhnlichen Objektgattung hat die Bibliothek eine herausragende Sammlung mit vielen Exemplaren, die sonst nur in der British Library oder dem MOMA zu finden sind. Anders als die Stabi sind hier die meisten Bände lose archiviert, also nicht in einen Schutzumschlag eingebunden – ideal für eine Ausstellung.

Und so bin ich auch fündig geworden und ganz begeisterst von den kleinen Broschüren, an denen in Zeiten des künstlerischen Aufbruchs in Russland vor und auch nach 1917 so viele berühmte Künstler zusammen gearbeitet haben: Schriftsteller wie Majakovskij, Kruchenych oder Chelbnikov lieferten die Texte, Malevich, Rozanova, Filonov oder Lissitzky die Grafik. Die einen wie die anderen erprobten Schrift- und Textformen, Zeichnungen oder Drucktechniken. Herausgekommen sind einzigartige bibliophile Experimente als eines von vielen Beispielen für das so vielfältige und vor allem spartenübergreifende Laboratorium der russischen Avantgardekunst. Die Herausforderung ist auch hier wieder, eine Auswahl für die Ausstellung zu treffen – und dabei schon jetzt ein Konzept für die nächste Ausstellung zu russischen Künstlerbüchern zu machen.

Foto: Aus dem Drehbuch des MfDG der Dauerausstellung zu „Großen Sozialistischen Oktoberevolution“, Deutsches Historisches Museum
Foto: Aus dem Drehbuch des MfDG der Dauerausstellung zu „Großen Sozialistischen Oktoberevolution“, Deutsches Historisches Museum

Die Revolution interkulturell

vom 18.10.2016 12:24:53

Von russischen Ansichten zur Revolution war hier bereits die Rede. Missverständnisse über die Revolution und vor allem die Erinnerung daran sind aber auch ganz in der Nähe zu finden: Erst kürzlich fiel mir – anlässlich einer Terminabstimmung im Kontext der geplanten Ausstellung zur Russischen Revolution im Deutschen Historischen Museum – auf, wo die interkulturellen Fallsticke in der innerdeutschen Betrachtung liegen. Würde die Veranstaltung am 25./26. Oktober oder doch eher am 7. November mehr Aufmerksamkeit finden?

Die Rede ist natürlich vom historischen Datum der Oktoberrevolution, von dem die „Wessis“ erstmal überhaupt nur geringe Kenntnisse hatten. Die Aufklärung indes führte zur Irritation bei den „Ossis“, da für sie die Erinnerung stets mit dem 7. November verbunden war und vielfach noch ist.

Der Hinweis auf den Wechsel vom julianischen zum gregorianische Kalender in Russland Anfang 1918 hilft hier nicht weiter, ganz im Gegenteil, führt doch die Feststellung, dass man sich im Westen nie Gedanken darüber gemacht haben, warum eigentlich die ganze sozialistische Welt die Revolution am 7. November gefeiert hat, nur zu neuerlicher Verstimmung. Den Termin wird dann wohl die Marketingabteilung festlegen.

Komplettiert wird die Vielfalt der Erinnerung durch die Kooperation mit der Schweiz. Hier stehen ganz andere Termine zur Debatte, wie etwa die Tage zwischen dem 5. bis 8. September, als die Welt 1915 Zeuge einer Zusammenkunft von Vogelkundlern in Zimmerwald in der Nähe von Bern wurde. Die solchermaßen getarnte Konferenz der internationalen Sozialisten um Vladimir Lenin war ein Meilenstein für die revolutionäre und Arbeiterbewegung.

Ob die beiden Eröffnungstermine 2017 im Februar in Zürich und im Oktober in Berlin mit Blick auf die beiden Revolutionstermine in Russland vor 100 Jahren festgelegt wurden oder nur zufällige Lücken im Ausstellungskalender waren, wird wohl das Geheimnis der Marketingabteilungen bleiben.

Foto: http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/54841257
Foto: http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/54841257

(Museums-)Streifzüge – Folge 16: Auf den Spuren Lenins durch Deutschland

vom 27.09.2016 14:21:09

Es erstaunt mich immer wieder, wenn die russischen Kollegen mich ganz aufgeregt fragen, ob wir denn auch Dokumente zur Reise Lenins von Zürich nach Petrograd durch Deutschland in unserer Ausstellung zeigen werden. Die Reise selbst sei ja unbestritten, aber dass er und die Bolschewiki auch wirklich Geld von der Reichsregierung bekommen habe, noch nicht ausgemacht.

Was hierzulange (und allen russischen Historikern, die es wissen wollen) längst bekannt ist, stößt mancherorts in Russland noch auf Erstaunen und Verwunderung. Kann es denn sein, dass Lenin – auch angesichts der heute umstrittenen Oktoberumsturz bleibt er schließlich irgendwie ein nationaler Held – die Revolution nicht aus eigener Kraft gestemmt hat und am Ende auch noch ein deutscher Spion war?

Dass er letzteres sicher nicht war, ist sicher, aber auch, dass ihm die Hilfe des Deutschen Reiches gelegen kam. Wie wäre er sonst so schnell nach der Februarrevolution zurück nach Russland gekommen?

All das geben die Dokumente, die sich im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes befinden, her. Viele sind schon publiziert, andere fügen mehr oder wenige interessante und pikante Details hinzu. Einige davon wollen wir tatsächlich in der Ausstellung zeigen, und nach ihnen habe ich in den letzten Wochen im Archiv gesucht. War es schon damals ein bürokratischer Akt, die russischen Revolutionäre von Zürich durch Deutschland und Schweden, entlang der finnischen Grenze in die russische Hauptstadt zu befördern, so ist es die Arbeit im Archiv heute auch: Akten wälzen, Mikrofiches studieren, altdeutsche Dokumente entziffern etc. Ohne die sehr konstruktive Unterstützung der Archivmitarbeiter würde es vermutlich genauso lange dauern, wie die Reise selbst. Bürokratische Störungen der Arbeit gibt es heute wie damals  Unterbrechungen der Reise: Wegen einer Feuerübung mussten wir unsere Forschungen für einige Zeit unterbrechen und das Gebäude verlassen.

Apropos Reise: Auf Lenins Spuren reiste kürzlich die britische Historikerin und Publizistin Catherine Merridale, die darüber ein Buch geschrieben hat, das im Oktober erscheinen wird: „Lenin on the train“.

Foto: http://www.deutschestheatermuseum.de/
Foto:
http://www.deutschestheatermuseum.de/

Museumsstreifzüge – Folge 15: Das Theatermuseum in München

vom 16.09.2016 15:15:25

Kürzlich führten mich meine Recherchen in dieses eine von nur vier Theatermuseen in Deutschland. Ich war auf der Suche nach Exponaten zu den Balletts Russes, von denen das Museum einige zu bieten hat, darunter Bühnenbild- und Kostümentwürfe von N. Gontscharowa, M. Larionow, A. Ekster oder L. Bakst. Hinzu kommen Fotos der Tänzer wie V. Nijinsky und sowie A. Pawlowa und von Inszenierungen des Moskauer Künstlertheaters von A. Tairow, V. Sternberg u.a. aus den 20er Jahren. Nicht zu vergessen ist die exklusive Fachbibliothek.

Das 1910 eröffnete Haus verfügt über eine große Sammlung zur gesamtdeutschen Theatergeschichte, darunter viele Künstlernachlässe. Nur schade, dass es keine Dauerausstellung gibt, die davon erzählt. Vielmehr greift das Museum immer neue Themen in wechselnden Sonderausstellungen auf.

 

Foto: http://museums.by/fotoreportazhi/gosudarstvennyj-muzej-voennoj-istorii.html
Foto:
http://museums.by/fotoreportazhi/gosudarstvennyj-muzej-voennoj-istorii.html

Museumsstreifzüge – Folge 14: Das Armeemuseum der Republik Belarus

vom 06.09.2016 15:13:26

Nein, es ist nicht das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges. Das habe ich zunächst auch gedacht und war überrascht, dass es in Belarus neben diesem übermächtigen Museum noch ein weiteres zur Militärgeschichte des Landes geben kann. In der Tat ist es auch fast unbekannt und zudem weit abgelegen in einer früher geschlossenen Militärsiedlung. Aber es ist doch immer wieder erstaunlich, was es gerade in diesen unscheinbaren und meist etwas verstaubten Museen des postsowjetischen Raums zu entdecken gibt.

Damit meine ich nicht die vermeintlichen Highlights, die sich nur allzu oft als Kopien herausstellen, wie z.B. die Fahne einer Einheit der Roten Armee aus Belarus, die bei Kriegsende auf dem Reichstag geweht haben soll. Oder der von mir lange gesuchte Mantel einer Uniform der Roten Armee aus den ersten Jahren. Nein, interessant sind meistens die weniger spektakulären Exponate, wie persönliche Erinnerungen, die die Menschen aus der Umgebung dem Museum schenken, oder auch der konzeptionelle Zugang. So sucht man in Belarus eine kritische Auseinandersetzung mit Tschernobyl vielerorts vergeblich. Hier gibt es eine gar nicht so kleine Abteilung dazu, mit vielen persönliche Schicksalen und einer erstaunlich offenen Beschreibung der Arbeit der Liquidatoren.

Verschlagen hat es mich hierher überhaupt nur, weil mein langjähriger Museumkollege, Sergej Azaronok, die Leitung des Hauses übernommen hat. Das mag zunächst verwundern, war der doch bis 2015 Direktor des Museums für die Geschichte des Großen Vaterländischen Kriegs in Minsk. Kurz vor dessen Wiedereröffnung wurde er – aus von außen undurchsichtigen politischen Gründen – entlassen. Als Oberst a.D., der zudem bei der langjährigen Vorbereitung der neuen Dauerausstellung im Parademuseum der Republik seine Leidenschaft für das Museumswesen entdeckt hat, war er die ideale Besetzung für das 2002 in Zuständigkeit des Verteidigungsministeriums gegründeten Museums. Ein Abstieg ist das nach belarussischen Vorstellungen keineswegs, zumal die Methoden der Stellenbesetzung und –entlassung sehr viel durchlässiger sind, als bei uns. Jedenfalls ist er voller Elan und will das Museum auf Vordermann bringen. Geld dafür hat er keins, aber wenn es danach ginge, dann gäbe es die meisten Museen in Belarus schon gar nicht mehr. Es bleibt also spannend, was er daraus macht und wenn Sie mal in Minsk sind, dann machen Sie sich die Mühe, von den üblichen Museumspfade abzuweichen – die Entdeckung ist es wert!

Hier eine Website zu dem Museum mit vielen Fotos.