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Foto: https://en.wikipedia.org/wiki/Sidney_Sussex_College,_Cambridge

Showcasing the Russian Revolution 100 years on: What to commemorate?

vom 21.05.2017 15:00:22

So lautete der Titel eines Colloquiums am Sidney Sussex College der Universität Cambridge, das der Diskussion von Ausstellungen zur Russischen Revolution gewidmet war. Dabei hatte ich die Gelegenheit, die beiden Ausstellungen in Zürich und Berlin vorzustellen, außerdem haben Susan Reed und Katya Rogachevskaya über die aktuelle Ausstellung in der British Library gesprochen. Historisch einsortiert wurde das Ganze von Stephen Smith von der Universität Oxford.

Etwa 40 Zuhörer haben viele Fragen gestellt und damit einen guten Eindruck in die Erwartungen der Ausstellungsbesucher gegeben. Eingerahmt wurde das Panel von zwei wunderbaren Tagen in einer ebenso traditionellen wie anregenden Atmosphäre und Gesellschaft einer der ältesten Universitäten der Welt. Seitdem zerbreche ich mir den Kopf, welche Ausstellung ich machen kann, um dort mehr Zeit zu verbringen.

Foto: https://www.sovrhistory.ru/events/action/5901b1a942dda07ccfd3d3a

Materielle Zeugnisse zur Revolution…

vom 14.05.2017 14:57:45

… das war das Thema der Konferenz in Moskau, bei der ich kürzlich die beiden Ausstellungen in Zürich und Berlin vorgestellt habe. Veranstaltet wurde die Konferenz vom Museum für zeitgenössische Geschichte, einem unserer Hauptleihgeber, der Öffentlichen Historischen Bibliothek, der Russischen Historischen Gesellschaft und dem RGASPI. Nach einer Plenarsitzung im historischen Gebäude der Komintern (heute Russische Soziale Universität), tagten drei Sektionen zu den Bereichen Archiv, Bibliothek und Museum. Die geplante Publikation wird ein nützliches Nachschlagewerk zu den weltweit verteilten Beständen dieser Einrichtungen zur Geschichte der russischen Revolution – und eine gute Ausgangsposition für eine weitere Ausstellung.

Konferenzprogramm: http://www.shpl.ru/events/conference/dokumentalnoe_nasledie_rossijskoj_revolyucii/


Ausstellung des Staatlichen Russischen Literaturmuseums im Russischen Haus

vom 30.04.2017 05:02:47

In der Zeit vom 23. März bis 2. Mai ist im Russischen Haus in der Friedrichstraße eine (ins Deutsche übersetze) Wanderausstellung und des Literaturmuseums aus Moskau zu sehen, mit dem wir auch für die Revolutionsausstellung im DHM zusammenarbeiten. Gegenstand sind 12 Schriftsteller und ihre Reaktionen auf die revolutionären Ereignisse des Jahres 1917.

Zwölf mehrteilige Ständer sowie Reproduktionen von Kunstwerken und Designentwürfen vermitteln ein vielfältiges und aufschlussreiches Bild von der Kulturszene dieser Jahre. Die Gestaltung der Ausstellung macht das Lesen leicht und präsentiert die Biographien, Zitate, Dokumente, Fotos und Abbildungen von Kunstwerken abwechslungsreich und doch unaufdringlich.

Der Einführungstext berichtet über die Einstellungen der Schriftsteller, eine Kontextualisierung der historischen Ereignisse fehlt jedoch leider. Dennoch lohnt sich der Besuch, sie gib einen Einblick in die wirklich einmalige Sammlung des Moskauer Museums, die so viel mehr zu bieten hat, als nur Bücher! Schade, dass wir nicht mehr davon in unserer Ausstellung werden zeigen können.

Leipzig_2017

„Leipzig liest“: Vorstellung der Ausstellungskataloge auf der Buchmesse

vom 22.03.2017 13:41:34

Am Freitag, den 24.3. wurden die bisher erschienenen Bücher zu den beiden Ausstellungen durch den Sandstein-Verlag auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt: Der Katalog des Schweizerischen Nationalmuseums und der Essayband. Mit Jörg Baberowski und Dirk von Laak habe ich über die Ausstellungen, die Revolution und die Erinnerung daran gesprochen. Etwa 100 Interessierte haben uns dabei zugehört.
24.3.2015, 15.00 Uhr bis 15.30 Uhr, Forum Sachbuch Halle 3, Halle 3, Stand E201

Genauso voll war eine Veranstaltung mit Michail Rychlin, ebenfalls zur Russischen Revolution, die ich am Vormittag besucht hatte. Und der Guggolz-Verlag, mit dem wir für die Berliner Ausstellung zusammenarbeiten, hat auf der Messe den Kurt Wolff Förderpreis erhalten. Ein rundum toller Tag auf der Leipziger Buchmesse!

SNM_Revolution

1917. Revolution. Russland und die Schweiz

vom 12.03.2017 13:12:39

Am 23.2. war es soweit: Die Ausstellung wurde in Zürich eröffnet. Zuvor hatte es eine Pressekonferenz und eine Preview für die Leihgeber gegeben. Alles ist erfolgreich verlaufen, und die Ausstellung bekam durchweg positives Feedback. Hier die ersten Pressestimmen der NZZ (mit Bildern), des Tagesanzeigers (ebenfalls mit Bildern) und des SRF.

Neben dem gemeinsamen Essayband für die Ausstellungen in Berlin und Zürich ist nun auch der Katalog zur Schweizer Ausstellung erschienen – mit 75 Abbildungen ein schönes Lesebuch.

Für mich ist es die erste große Etappe in dem Kooperationsprojekt zwischen dem Schweizerischen Nationalmuseum und dem Deutschen Historischen Museum, und ich freue mich nach wie vor, Kuratorin bei beiden Projekten zu sein.

Nun wird die Arbeit für die Berliner Ausstellung an Fahrt gewinnen – Zielpunkt ist die Eröffnung, die nach aktuellem Stand am 20. Oktober stattfinden wird.

Essayband_1917

1917. Revolution. Es ist soweit….

vom 22.02.2017 09:51:17

Nicht nur die historische Februarrevolution jährt sich in diesen Tagen zum 100. Mal. Nein, auch ein erster Meilenstein meines und unseres Projektes ist geschafft: Pünktlich zu Eröffnung der Ausstellung in der Schweiz erschient der Essayband zu beiden Ausstellungen in Zürich und Berlin. Zu erwerben ist der beim Sandstein-Verlag publizierte Band unter dem Titel „1917. Revolution. Russland und die Folgen“ in deutscher und englischer Sprache. Parallel erscheint auch der Katalog zur Ausstellung des Schweizerischen  Nationalmuseums „1917. Revolution. Russland und die Schweiz“. Die Ausstellung, zu deren Kuratoren ich gehöre, eröffnet am Donnerstag, den 23. Februar, also genau am Jahrestag der großen Frauendemonstration in Petrograd, die die Ereignisse ins Rollen brachte – der Auftakt für ein spannendes Jahr im Zeichen der Erinnerung an die Russische Revolution.

Foto: http://www.kommersant.ru/doc/3187062
Foto: http://www.kommersant.ru/doc/3187062

Geheime Akten zur Russischen Revolution

vom 13.02.2017 09:49:44

Gestern auf dem Pressefrühstück im Deutschen Historischen Museum tauchte die Frage auf, ob wir bei unserer Ausstellung denn auch die neuesten Forschungsergebnisse berücksichtigen, die in den letzten 20 Jahren nicht zuletzt auf der Grundlage von Quellen und Dokumenten aus den russischen Archiven entstanden sind. Abgesehen davon, dass sich wissenschaftliche Forschungen für die Bescher in einer Ausstellung nur schwer abbilden lassen, sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Wir versuchen, mit der Lektüre der neusten Literatur à jour zu bleiben, lassen uns von einem Gremium wahrer Revolutionsexperten im Fachbeirat beraten und haben Historikerinnen und Historiker gebeten, die aktuellen Perspektiven auf die Russische Revolution im Essayband dazulegen.

Wie schwierig es aber weiterhin ist, mit den entsprechenden Akten in den russischen Archiven zu arbeiten, legt ein interessanter Artikel –nach einem Selbstversuch der Recherche – im russischen „Kommersant“ dar (16.1.2017). Demnach sind zahlreiche Akten noch immer gesperrt bzw. nicht zugänglich. Dazu gehören offenbar persönliche Materialsammlungen, etwa von Lenin oder Krupskaja, ebenso wie Briefe oder die Akten zur Konfiskation kirchlicher und anderer Kulturgüter nach der Revolution. Der Autor stellt zurecht die Frage, wie man sich zum 100. Jahrestag ein vollständiges Bild von den Ereignissen machen soll, wenn ausgerechnet die Akten der Revolutionsführer noch immer nicht zugänglich seien?  Er schließt mit den philosophischen Worten: „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Das größte Geheimnis der Revolution bleibt auch weiterhin die Revolution selbst.“ Das allerdings verschafft weiteren Generationen von Historikern ein Auskommen und ist doch außerdem ganz nach russischem (Verschwörungs-)Geschmack…

Foto: http://www.dekoder.org/de/article/historische-presseschau-oktober-1917
Foto: http://www.dekoder.org/de/article/historische-presseschau-oktober-1917

Presseschau zur Oktoberrevolution

vom 03.02.2017 11:16:53

Angesichts der Vielfalt an Meinungen und Kommentaren zum 10. Jahrestag der Russischen Revolution lohnt der Blick in die zeitgenössische Presse. Wie reagierten die Zeitungen auf den Oktoberumsturz am 25. Oktober (7. November) 1917? Bereits mit dem Dekret über die Presse vom 28.10., also zwei Tage nach der Machtübernahme, schränkten die Bolschewiki die Pressefreiheit ein, viele Organe fielen dieser Zensur zum Opfer. Am 26.10. (08.11.) konnten die meisten Zeitungen noch erschienen. Eine Auswahl aus Artikeln hat Leonid A. Klimov vom Portal DEKÓDER zusammengestellt und dokumentiert. Die Zitate sind auf deutsch und im russischen Original nachzulesen und bieten einen Einblick in das letztmalig noch breite Spektrum der Meinungsfreiheit.

Foto: http://www.sovrhistory.ru/exposure/5554e54bb77e8cd5016cadf5
Foto: http://www.sovrhistory.ru/exposure/5554e54bb77e8cd5016cadf5

Das Erbe der Revolution in Archiven, Bibliotheken, Museen und Medien

vom 25.01.2017 11:15:41

Zu diesem Thema veranstaltet das Museum für zeitgenössische Geschichte vom 24.-28. April eine Konferenz in Moskau, zu deren Programmkommission zu gehören ich die Ehre und die Freude habe. In diesem Engagement sehe ich die Chance, einen Überblick über die Vielfalt von Veranstaltungen, Ausstellungen und Forschungen zur Revolution zu bekommen, die es in diesem Jahr in Russland schon gibt und weiter geben wird. Zumal, wie ich finde, sich das Thema der Konferenz von der Vielzahl weiterer durch den Blick auf die materiellen „Hinterlassenschaften“ der Ereignisse vor 100 abhebt. Und schließlich nutze ich die Gelegenheit, die Ausstellungen im Schweizerischen Nationalmuseum und im Deutschen Historischen Museum vorzustellen.

Abbildung: http://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/perspektiven/archiv/20170119_2204.html
Abbildung: http://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/perspektiven/archiv/20170119_2204.html

Utopia und Terror. Die zerstörten Hoffnungen der Oktoberrevolution

vom 18.01.2017 05:53:41

… so lautet der Titel eines Features des Kulturjournalisten Jürgen Buch, mit dem ich kürzlich über die Revolution in Russland, unsere Ausstellung im Deutschen Historischen Museum und das aktuelle Gedenken zum 100. Jahrestag sprach.

Am Donnerstag, den 19. Januar wird die Sendung zwischen 22.04 Uhr bis 23.00 Uhr im Kulturradio vom rbb in der Reihe Perspektiven gesendet und anschließend in der Mediathek abrufbar sein.